Anzeige
16. Juli 2013, 12:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Anti-Trauma-Police: Versicherung für verletzte Seelen

Nach Unfällen, Raubüberfällen oder anderen traumatisierenden Erlebnissen müssten Betroffene im Schnitt sechs Monate auf den Beginn einer psychologischen Behandlung warten, teilt der Versicherungsmakler Aon mit. Eine neue Versicherungslösung des Unternehmens soll dies nun ändern.

Trauma-Therapie: Versicherung für verletzte Seelen

Das Produkt mit dem Namen “Balance Protect” biete ein professionelles Risikomanagement, in dessen Mittelpunkt die schnelle psychologische Hilfe nach einem traumatisierenden Ereignis stehe, erklärt Luisa Sprafke, Expertin für Krisenmanagement beim Versicherungsmakler Aon in Deutschland.

Produkt soll Personalausfall bei Unternehmen reduzieren helfen

Als geeignete Zielgruppen nennt Aon Unternehmen, Veranstalter von Großereignissen, Behörden und Schulen: “Die Kosten für die Unternehmen können durch den Personalausfall und -ersatz die Höhe eines Jahresgehalts erreichen. Wenn aber 90 Prozent der betroffenen Mitarbeiter innerhalb der ersten Wochen wieder genesen, reduzieren sich die Krankenstände um zirka 70 Prozent”, erläutert Sprafke die Zielsetzung des neuen Produkts.

Balance Protect decke die Kosten für den Traumapsychologen, die Lohnfortzahlungen, Kuren sowie Sach- und Vermögensschäden, die im Zusammenhang mit dem traumatisierenden Ereignis bei den Betroffenen entstünden. Um den Mitarbeitern schnelle und unkomplizierte Hilfe zu ermöglichen, werde im Rahmen der Krisenprävention eine Alarmierungskette in den Unternehmen implementiert, so Aon weiter. Dazu gehöre auch eine “24-Stunden-Notfallhilfe”.

Versichert sind alle Mitarbeiter sowie deren Partner und Angehörige

Versichert sind demnach alle Mitarbeiter des Unternehmens, ihre Verwandten und Ehepartner beziehungsweise Lebensgefährten. Darüber hinaus auch alle Gäste, Besucher und Kunden, die Zeuge des traumatisierenden Ereignisses wurden. Der Versicherungsschutz gilt im In- und Ausland sowie im privaten Bereich.

“Nach Extremsituationen ist schnelle Hilfe für die Betroffenen ausgesprochen wichtig. In Deutschland ist die Versorgung mit ausgebildeten Therapeuten aber oft unzureichend”, ergänzt Sprafke. Ohne professionelle Hilfe könnten lang anhaltende und belastende Symptome auftreten. Dazu zählten Ängste, Schlafstörungen, Erschöpfung bis hin zur Depression oder gar Selbstmordgedanken, so die Aon-Managerin.

Eine ähnliche Produktlösung für Privatkunden hatten die Basler Versicherungen zum 1. Juli im Rahmen der Privathaftpflichtversicherung eingeführt.

Der Baustein “OpferSchutz” soll dem betroffenen Versicherten unter anderem eine psychologische Betreuung garantieren, wenn der Gewalttäter nicht ermittelt werden kann, nicht versichert oder zahlungsunfähig ist. (lk)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Hannover Rück erwartet 2018 größeren Ergebnissprung

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück will nach einer absehbaren Gewinndelle 2017 im kommenden Jahr wieder höher hinaus. “Es ist unwahrscheinlich, dass wir 2017 den Gewinn je Aktie steigern”, sagte Vorstandschef Ulrich Wallin am Donnerstag und verwies auf die absehbar hohen Schäden durch Wirbelstürme und Erdbeben.

mehr ...

Immobilien

Anstieg der Immobilienpreise im Norden und Osten verlangsamt

Die Wohnimmobilienpreise steigen weiter. In einigen Märkten zeichnet sich aber bereits ab, dass die Geschwindigkeit, mit der die Preise wachsen, abnimmt. Der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise Region Nord/Ost hat die Wohnimmobilienmärkte in Dresden, Hamburg, Hannover und Berlin untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

LSE-Chef Xavier Rolet verlässt Londoner Börse

Die London Stock Exchange (LSE) verliert Ende 2018 ihren Vorstandsvorsitzenden Xavier Rolet. Der Franzose wollte das Unternehmen bereits nach der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Börse verlassen. Rolet schaffte es, den Wert der LSE während seiner Amtszeit zu vervielfachen.

mehr ...

Berater

Company Builder “Finconomy” startet in München

Finconomy ist ein Company Builder für Fin- und Insurtechs, der sich auf B2B-Geschäftsmodelle konzentriert. Das neue Unternehmen hat bereits drei Fintechs gegründet, die sich am Markt etablieren konnten. Bereits Anfang 2018 soll eine weitere Neugründung erfolgen.

mehr ...

Sachwertanlagen

ZBI schließt Fonds 10 und bringt Nachfolger

Die ZBI Fondsmanagement AG aus Erlangen hat den im vergangenen Jahr aufgelegten ZBI Professional 10 nach Ablauf der Zeichnungsfrist Ende September mit einem beachtlichen Volumen geschlossen und nahtlos den Nachfolger in die Platzierung geschickt.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...