18. Februar 2014, 08:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Persönliche Vorsorge-Vollmachten: Fünf vermeidbare Fehler

Ein Unfall, eine plötzliche Krankheit oder schwindende Kräfte im Alter – und plötzlich liegt das eigene Schicksal in den Händen anderer. Viele glauben, die nächsten Verwandten würden im Ernstfall direkt für sie handeln dürfen. Ein weit verbreiteter Irrtum.

Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

Vollmacht

Bei der Generalvollmacht ist extreme Vorsicht geboten. Lediglich Heirat/Scheidung, Wahlrecht und Testament sind von Gesetzes wegen ausgeschlossen.

Jeder Geschäftsfähige braucht eine Vollmacht. Denn per Gesetz können weder Ehepaare einander vertreten noch Eltern ihre erwachsenen Kinder. Vollmachten helfen. Egal in welchem Alter.

Da es jedoch keine Patentlösung gibt, können schnell Fehler passieren. Welches die fünf häufigsten Fallstricke sind und wie diese vermeiden werden können:

1. Falsche Person: “Wer soll mich vertreten, wenn ich selbst dazu nicht mehr in der Lage bin?” Die Antwort auf diese Frage sollte wohlüberlegt sein. Denn bei Vollmachten erledigt eine andere Person die Angelegenheiten des Vollmachtgebers.

Wichtig: Sie wird dabei nicht kontrolliert. Ist der Vollmachtgeber erst einmal geschäftsunfähig, kann die Entscheidung auch nicht mehr rückgängig gemacht werden. Im Notfall kann zwar gegen den Bevollmächtigten gerichtlich vorgegangen werden. Voraussetzung ist allerdings, dass er und gegebenenfalls das Vermögen noch auffindbar und vorhanden sind.

2. Unangebrachte Großzügigkeit: Vorsicht bei der Generalvollmacht! Mit ihr kann der Bevollmächtigte alle Geschäfte des Vollmachtgebers tätigen. Eine ungeheure Machtfülle, die nur hundertprozentig Vertrauten erteilt werden sollte.

Lediglich Heirat/Scheidung, Wahlrecht und Testament sind von Gesetzes wegen bei der Generalvollmacht ausgeschlossen. Und es muss schließlich nicht immer Missbrauch sein. Oft genug passieren auch andere Fehler, die mit einem geringeren Umfang der Vollmacht nicht passiert wären.

3. Ungenaue Formulierungen: Wer bei Vollmachten auf vorgefertigte Formulare zurückgreift und Allgemeingültiges ankreuzt, läuft Gefahr, dass im Ernstfall nicht genau auf die eigenen Wünsche eingegangen werden kann.

Seite zwei: Zeitpunkt der Vollmachtsübergabe sollte sehr genau überlegt sein

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Abzocke per Smartphone: In die Falle getappt – und nun?

Drittanbietersperre lautet das – zugegeben etwas sperrige – Zauberwort. Damit können sich Verbraucher vor Abofallen schützen, in die sie mit einem einzigen Klick auf ihrem Smartphone tappen können. Vor allem Kinder und Jugendliche sind gefährdet und all diejenigen Handynutzer, die nicht nur per WLAN im Internet surfen. Die Arag Experten verraten, wie man sich relativ leicht schützen kann.

mehr ...

Immobilien

Deutscher Wohnimmobilienmarkt weiterhin unter Druck

Das Jahr 2019 zeichnete sich durch eine unverändert hohe Dynamik am Wohnimmobilienmarkt aus. Bestimmende Faktoren hierfür waren zum einen die starken Wanderungsgewinne aus dem Ausland in den vergangenen Jahren, die Deutschland mit 83 Millionen Einwohnern eine neue Rekordmarke beschert haben. Zum anderen sorgen Veränderungen in den Haushaltstrukturen sowie dem Wohnverhalten auch zukünftig dafür, dass der bereits bestehende Druck auf die Wohnungsmärkte weiter wächst.

mehr ...

Investmentfonds

Gold und Palladium mit neuen Höchstständen

Das Umfeld für Edelmetalle bleibt auch in diesem Jahr vielversprechend. Während Palladium sogar ein neues Rekordhoch geschafft hat, klettert der Goldpreis in die Nähe eines frischen Mehrjahreshochs. Noch intensiver fällt die Aufwärtsentwicklung aber umgerechnet in Euro aus: Hier verstärkt die aktuelle Euroschwäche den Anstieg und das Edelmetall markiert täglich neue Rekordstände.

mehr ...

Berater

Ströh: „Die agilen Player sind das größte Risiko“

Die Digitalisierung nimmt immer mehr Fahrt auf. Und zwingt Versicherer und Vertriebe zu Veränderungen. Cash. sprach mit Manuel Ströh, Gründer des Insurtechs Mobilversichert, über den Umbruch, die Risiken, Getriebene und Treiber und das Herzstück des modernen Vertriebs.

mehr ...

Sachwertanlagen

Medienbericht: P&R-Gründer Heinz Roth verstorben

Heinz Roth, der Gründer des insolventen Containeranbieters P&R, ist einem Bericht zufolge schon Mitte Dezember letzten Jahres im Alter von 77 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. 

mehr ...

Recht

BGH: Händler haftet nicht für Kundenbewertungen auf Amazon

Ein Händler haftet grundsätzlich nicht für Kunden-Bewertungen auf Amazon. Dies entschied am Donnerstag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Damit unterlag in letzter Instanz der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW), der erreichen wollte, dass Bewertungen zu einem Tape gelöscht werden.

mehr ...