Anzeige
Anzeige
17. April 2015, 17:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Datenschutz: Selbstverpflichtung bringt Versicherer in Zeitnot

Die Zeit drängt: 122 Versicherer müssen bis Jahresende die freiwillige Selbstverpflichtung zum Datenschutz, den Code of Conduct (CoC), umgesetzt haben. Einige Häuser werden dies nicht rechtzeitig schaffen, warnt das Software- und Beratungshaus PPI. Insbesondere die Regelungen zum Sperren und Löschen der Kundendaten verursachten große Aufwände, so PPI.

Datenschutz: Selbstverpflichtung bringt Versicherer in Zeitnot

Komplizierter Datenschutz: Bei PPI wird bemängelt, dass es in den Häusern kaum Konzepte gebe, die unterschiedlichen gesetzlichen und geschäftsbedingten Aufbewahrungsfristen zu erfüllen und gleichzeitig die Arbeitsfähigkeit der Fachbereiche sicherzustellen.

Bei einigen Gesellschaften sei schon jetzt klar, berichtet PPI, dass sie die organisatorischen und IT-technischen Maßnahmen nicht rechtzeitig vollständig umsetzen können. “Der Umfang wurde von vielen Versicherern unterschätzt”, sagt Ulrich Kusch, Managing Consultant und Versicherungsexperte von PPI. “Besonders die Regelungen zum Sperren und Löschen der Kundendaten verursachen große Aufwände und beanspruchen fast drei Viertel des Zeitbudgets”, betont Kusch.

PPI: Big-Data-Sammeln widerspricht Code of Conduct

Die deutschen Versicherer verfügen über unzählige Kundendaten. Angereichert mit Informationen aus den sozialen Medien, Kundenkarteien, Internetforen und Befragungen würden diese vielfach als “eine große Big-Data-Masse gespeichert”, erklären die IT-Experten. Doch dieses Datensammeln wiederspricht dem CoC, der die Versicherer zu Datensparsamkeit im Umgang mit Kunden verpflichtet.

So müssen beispielsweise Daten nach Vertragsende gelöscht werden. Wenn dies aus “gesetzlicher, vertraglicher oder fachlicher Pflicht nicht möglich ist, müssen die Daten zumindest gesperrt werden”, heißt es bei PPI.

Richtiger Umgang mit Kundendaten in der Praxis oft schwierig

Doch der richtige Umgang mit Kundendaten gestaltet sich in der Praxis oftmals schwierig, da es aus Sicht der Berater keine einheitlichen Regeln über die verschiedenen Sparten und Fälle hinweg gibt. “Bestimmte Informationen müssen oder dürfen länger gespeichert werden als andere”, geben die Experten zu bedenken – und teilweise widerspreche der CoC sogar gesetzlichen Aufbewahrungspflichten.

Bei PPI wird bemängelt, dass es in den Häusern kaum Konzepte gebe, die unterschiedlichen gesetzlichen und geschäftsbedingten Aufbewahrungsfristen zu erfüllen und gleichzeitig die Arbeitsfähigkeit der Fachbereiche sicherzustellen.

Seite zwei: Versicherer sollten nach schnellen Lösungen suchen

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds


Ab dem 22. Juni im Handel erhältlich.

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Versicherungen

IT-Jobs in der Assekuranz: Fachkräfte verzweifelt gesucht

Die Digitalisierung der Versicherungsbranche ist in vollem Gange. Um die technische Entwicklung der Assekuranz voranzutreiben, werden IT-Experten wie Informatiker und Programmierer benötigt. Wie haben sich die offenen Stellen in diesen Bereichen in den letzten zwei Jahren entwickelt?

mehr ...

Immobilien

Eigentümer bleibt die Stadt

Kontinuierlich steigende Grundstückspreise und verschärfte Regulierungen arbeiten gegen steigende Wohneigentumsquoten. Eine gute Alternative könnte ein Recht sein, das zwar seit 1919 besteht, aber in Vergessenheit geraten zu sein scheint.

mehr ...

Investmentfonds

China ist größtes Risiko

Larry Hatheway, Group Head GAM Investment Solutions und Chefökonom beim Asset Manager GAM, hält die globale konjunkturelle Erholung für intakt, sorgt sich aber über die wirtschaftliche Entwicklung Chinas.

mehr ...

Berater

Nottestament: Gefahr der Unwirksamkeit

Der Wirksamkeit eines Nottestaments, auf das zurückgegriffen werden kann, wenn der Testierende sich in unmittelbarer Todesgefahr befindet, sind sehr enge Grenzen gesetzt. Ist es ungültig, gilt die gesetzliche Erbfolge – und diese ist nicht immer im Sinne des Erblassers.

mehr ...

Sachwertanlagen

BFH zur Tonnagesteuer: Neue Belastung für Schiffsfonds

Zinserträge eines Schiffsfonds aus der Anlage überschüssiger Liquidität fallen nicht unter die günstige “Tonnagesteuer”. Das gilt jedenfalls in der Investitionsphase, wenn spätere Baupreisraten zunächst angelegt werden, entschied der Bundesfinanzhof (BFH).

mehr ...
26.06.2017

Das Erbe des BSI

Recht

Entscheidung im Streit um Kündigungsklausel verschoben

Nach der heutigen Verhandlung im Streit um die Kündigungsklausel in Bausparverträgen kündigte das Landgericht Karlsruhe ein Urteil im Spätsommer an. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gegen die Bausparkasse Badenia. Verfahren gegen weitere Institute stehen noch an.

mehr ...