EU-Vermittlerrichtlinie IDD: Handlungsbedarf bei der Assekuranz

Über die Hälfte der deutschen Versicherer hat sich noch nicht mit der neuen EU-Vermittlerrichtlinie IDD (Insurance Distribution Directive) beschäftigt. Laut den Ergebnissen einer aktuellen Studie der Hamburger Unternehmensberatung PPI AG herrscht dringender Handlungsbedarf bei den Assekuranzen.

Das EU-Parlament stimmte am 24. November mit deutlicher Mehrheit für eine neue Richtlinie über die Vermittlung von Versicherungen, die Ende 2017 in Kraft treten soll.

54 Prozent der Gesellschaften habe demnach angegeben, noch gar nicht mit der notwendigen Informationssammlung zur Vorbereitung der IDD-Umsetzung begonnen zu haben.

Lediglich elf Prozent der Versicherer seien bestenfalls die Hälfte der anstehenden Themen hausintern angegangen.

Hohe Anforderungen

Dies könne die rechtzeitige Umsetzung in 2018 gefährden, denn den Studienautoren zufolge komme auf die Gesellschaften einiges zu: Höhere Anforderungen an Vergütungssysteme, an die Aus- und Weiterbildung sowie an die Produkt- und Kundenberatung.

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Sascha Däsler, Experte für den Versicherungsvertrieb bei PPI, empfiehlt den Unternehmen, die IDD frühzeitig in ihre Projektplanung für 2016 einzubeziehen und zu prüfen, inwieweit sich die neuen Anforderungen in bereits laufende Digitalisierungsprojekte von Vertriebs- und Kommunikationswegen integrieren lassen.

Auskünfte zu Provisionen

Als Beispiel nennt der Versicherungsexperte Auskünfte zu Provisionen, die die Versicherer bald auf „Knopfdruck offenlegen“ müssten. Hier sollten IT-Anwendungen und Vertriebsprozesse auf den Prüfstand.

Im Rahmen der Studie wurden die IDD-Verantwortlichen von 46 Versicherungen befragt. (nl)

Foto: Shutterstock

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