Anzeige
19. Mai 2015, 10:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Qualität des Vermittlers bemisst sich am Umgang mit Gesundheitsfragen”

Dr. Nicola-Alexander Sittaro, Geschäftsführer beim Versicherungsmedizinischen Service Hannover, sprach mit Cash. über die Herausforderungen in der Gesundheitsprüfung. Sein Haus kooperiert mit der Schweizer Triangulum AG, deren Software “Trias Underwriting Software” Versicherern den Aufbau einer Risikoprüfanwendung am Point of Sale (PoS) ermöglichen soll.

Dr -Sittaro in Qualität des Vermittlers bemisst sich am Umgang mit Gesundheitsfragen

“Es ist ein Märchen, dass Vermittler stets weniger Gesundheitsfragen stellen wollen als Versicherer.”

Ihr Kooperationspartner Triangulum ist bestrebt, Versicherern mit Hilfe hoher Direktentscheidungsquoten in der Risikoprüfung vom Nutzen des Trias-Systems zu überzeugen. Warum ist dieses Kriterium so wichtig?

Sittaro: Die automatische Risikoprüfung am Point of Sale erlaubt die fallabschließende Antragsaufnahme zu einem sehr hohen Prozentsatz – bei Trias-Systemen liegt diese Größenordnung durchweg bei über 80 Prozent. Damit hat der Vertriebler mehr Zeit eingespart als bei herkömmlichen Antragsprozessen. Dort muss er oft einen Zusatzfragebogen erklären oder einen Risikozuschlag nachträglich begründen oder einen Hausarztbericht abwarten.

Es heißt, die hohen Quoten würden erreicht, ohne dass der Versicherer “Kompromisse hinsichtlich der Qualität des Versicherungsbestands” eingeht. Wie soll das funktionieren?

Die Bestandsqualität von automatisch geprüften Versicherungsrisiken ist im Regelfall besser als bei herkömmlich geprüften Anträgen. Die Erklärung dafür ist einfach: Der Faktor “Mensch” entfällt. Damit entfallen auch die vielen Fehlermöglichkeiten bei der Risikoprüfung durch Sachbearbeiter, nämlich Dinge wie “mangelnde Erfahrung”, “Druck vom Vertrieb”, “interner Druck”.

Wie unterscheiden sich die Bedürfnisse von Vermittlern und Versicherungsgesellschaften in der Risikoprüfung?

Es ist ein Märchen, dass Vermittler stets weniger Gesundheitsfragen stellen wollen als Versicherer. Die Qualität des Vermittlers lässt sich sogar daran messen, wie er mit Gesundheitsfragen umgeht. Gute Vermittler legen Wert auf zielführende Gesundheitsfragen. Dagegen ist die diffuse Pauschalbefragung, wie wir sie leider in den Antragsfragen der Versicherungsgesellschaften oft finden, unerwünscht.

Darüber hinaus sind es eher die Versicherungsgesellschaften, die dem Außendienst und Vertrieb misstrauen. Zum Beispiel gibt es die Befürchtung, dass die Vermittler in die Fragen eingreifen könnten. Dies kann aber durch eine entsprechende Systemgestaltung gut vermieden werden. Es handelt sich hierbei um einen intrinsischen Sicherheitsaspekt, der typisch für die Trias-Systeme ist.

Seite zwei: “Auch nicht vor komplexen Krankheiten zurückscheuen” 

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Jubiläumsheft

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Zukunft der Versicherungsbranche + Unangenehme Wahrheiten: Vermittlerzahlen täuschen

Versicherungen

Rechtschutz: Sinn oder Unsinn? Eine Frage der Perspektive

“Coram iudice et in alto mare in manu dei soli sumus“, lautet ein römisches Sprichwort: “Vor Gericht und auf hoher See sind wir allein in Gottes Hand”.  Wer eine ungefähre Ahnung hat, wie hoch die Kosten bei Rechtsstreitigkeiten sein können, und wie ungewiss deren Ausgang bei fehlender juristischer Unterstützung, dürfte die Möglichkeiten des Rechtsschutzes zu schätzen wissen. Nun hat die Württembergische Versicherung AG, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe, neue Rechtsschutztarife eingeführt.

 

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Zinsen werden volatiler

Die Europäische Zentralbank (EZB) beschäftigt sich unter anderem mit der finanziellen Lage Italiens, während die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wieder einmal am Leitzins gedreht hat.

mehr ...

Investmentfonds

Sieben Anlagestrategien für den Spätzyklus

Die USA erleben ihre zweitlängste wirtschaftliche Expansion, die bereits zehn Jahre andauert. Und auch wenn derzeit kein Ende in Sicht ist, stellt sich die Frage, wie lange dieser noch anhalten wird. Laut Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, spricht vieles dafür, dass sich die US-Konjunktur im Spätzyklus befindet. Er nennt sieben Strategien, mit denen Anleger ihre Portfolios defensiver Ausrichten können.

mehr ...

Berater

Fintechs: Die fairsten digitalen Finanzberater

Auf dem deutschen Markt tummeln sich bereits über 300 verschiedene sogenannte Fintechs – Tendenz laut Experten steigend. Welche davon am fairsten aufgestellt sind, hat das Analysehaus Servicevalue in Kooperation mit Focus Money untersucht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Falschberatung: Sparkasse muss zahlen

Mangelhafte Beratung kann den Berater teuer zu stehen kommen. Das erfährt eine oberpfälzische Sparkasse gerade am eigenen Leib, wie ein aktuelles Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth zeigt.

mehr ...

Recht

Heckenschnitt: Was gilt im Streitfall?

Landesrechtliche Regelungen geben oft vor, wie hoch eine Hecke auf einer Grundstücksgrenze sein darf. Nachbarn können jedoch nicht verlangen, dass der Eigentümer seine Hecke vorsorglich im Herbst und Winter so stark herunterschneidet, dass sie im Sommer die zulässige nicht Höhe überschreitet. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Landgericht Freiburg.

mehr ...