Anzeige
2. März 2015, 12:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Solvency II: Interne Revision kleiner Versicherer verbesserungsbedürftig

Während die interne Revision großer Versicherer bereits gut auf die erhöhten Anforderungen von Solvency II vorbereitet sei, bestehe bei kleineren Gesellschaften noch Nachholbedarf. Zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Interne Revision

Besondere Defizite liegen in der Zusammenarbeit zwischen der Internen Revision der Versicherer und der Finanzaufsicht BaFin.

Die Zusammenarbeit zwischen der internen Revision und der Finanzaufsicht BaFin sei darüber hinaus “generell verbesserungsbedürftig”, teilen die Studienautoren mit. Der Branche selbst stellt PwC ein gutes Zeugnis aus: “Viele Versicherungen haben ihre Interne Revision bereits gut auf Solvency II vorbereitet”, sagt Christofer Hattemer, Wirtschaftsprüfer von PwC und Co-Autor.

Über die Hälfte der befragten Versicherer gab an, dass ihre Gesellschaft schon zum 1. Januar 2014 die aufsichtsrechtlichen Anforderungen von Solvency II an die Interne Revision umgesetzt habe.

Kleine Versicherer haben Nachholbedarf

46 Prozent der Befragten sind mit ihrer Planung zufrieden, rund 20 Prozent allerdings nicht. Ganze 40 Prozent haben ihre Planungen zu diesem Zeitpunkt noch nicht angepasst.

Während die großen Häuser mit ihrer Umsetzung im großen und ganzen zufrieden sind, herrscht bei kleinen und mittelgroßen Versicherern noch Handlungsbedarf. Allerdings sei den Unternehmen oft bewusst, welche Prozesse noch angepasst oder ausgebaut werden müssten.

Finanzkommunikation kaum geregelt

Besondere Defizite liegen in der Zusammenarbeit zwischen der Internen Revision der Versicherer und der Finanzaufsicht BaFin, so Gunter Lescher, PwC-Partner und Experte für Interne Revision.

Nur 40 Prozent der befragten Versicherer haben einen Prozess festgelegt, der die Finanzkommunikation mit der Aufsichtsbehörde regelt. Zudem seien 26 Prozent noch mit der Planung beschäftigt und weitere 30 Prozent gaben an, diesen Prozess noch gar nicht geregelt zu haben.

Für die Studie wurden von Februar bis Mai 2014 insgesamt 111 Versicherer in Deutschland befragt. Dabei nahmen Unternehmen aller Sparten und Größenordnungen teil. (nl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Grundrente wird offensichtlich konkreter

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil plant eine Grundrente für Geringverdiener. Erste Präzisierungen wurden jetzt bekannt. 

mehr ...

Immobilien

Wüstenrot Immobilien: Vermittlungsrekord und Absage an das Bestellerprinzip

Die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 erneut einen neuen Rekord bei den Vermittlungen verbuchen und spricht sich gegen das geplante Bestellerprinzip aus.

mehr ...

Investmentfonds

Absolute-Return: “Volatilität ist an sich nichts schlechtes”

Steigende Volatilität allein ist noch kein Grund, in Absolute-Return-Strategien zu investieren. Über die Stärken und Schwächen der Assetklasse sprach Cash. mit Claudia Röring, Leiterin Produktmanagement bei Lupus alpha.

mehr ...

Berater

Rankel: Mit Social Media Kunden gewinnen

Jeder zweite Facebook-Account eines Maklers ist inaktiv. Das zeigt: Viele Berater nehmen sich zwar vor, über Social Media Kunden zu gewinnen. Doch sie wissen nicht wie.

Die Rankel-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

Solar-Emission in Schwierigkeiten

Die te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG warnt davor, dass sich gegenüber den Anlegern ihrer Nachrangdarlehen die Erfüllung der Verpflichtungen auf Zins- und Rückzahlung verschiebt. Es bestehe die Gefahr des Ausfalls von Forderungen gegenüber Projektgesellschaften.

mehr ...

Recht

Incentives – so bleiben sie steuerfrei

Viele Unternehmen sichern ihre Mitarbeiter mit sogenannten Zukunftssicherungsleistungen gegen allerlei Ungemach ab. Damit solche Gehaltsextras auch steuerfrei bleiben, kommt es auf die richtige vertragliche Gestaltung an.

mehr ...