Cyber-Policen: Doppelt hält nicht besser

Die Berichterstattungen über Cybercrime, wie Phishing und gehackte Mailkonten, häufen sich in den Medien. Einige Versicherer bieten inzwischen sogenannte Cyber-Policen an, die vor finanziellen Einbußen durch Internetkriminalität schützen sollen. Allerdings gilt es bei der Policenauswahl einiges zu beachten.

Der Versicherte sollte überprüfen, welche Risiken durch bereits abgeschlossene Versicherungen abgedeckt sind.

In der aktuellen Ausgabe der Verbraucherzeitschrift „Ökotest“ wurden 13 Tarife untersucht, die aktuell am Markt angeboten werden.

Die Verbraucherschützer monieren insbesondere, dass Internetversicherungen oftmals keine wirkliche Zusatzleistung bieten. Denn auch hochwertige, klassische Versicherungen wie die private Haftpflicht- und Hausratpolice sowie die Rechtschutzversicherung helfen bei Cyberkriminalität weiter. Insofern sollten Interessierte erst einmal überprüfen, welche Risiken durch bereits abgeschlossene Versicherungen abgedeckt sind.

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Den Mehrwert im Auge

Den Testern zufolge bietet keine der getesteten Versicherungen einen Vollschutz gegen Internetbedrohungen. Auch vor Unterlassungsklagen sogenannter „Abmahnanwälte“ schützten die Cyber-Policen nicht – im Gegensatz zur Rechtschutzversicherung.

Bieten die Internetversicherungen Leistungen an, die über die klassischen Versicherungen hinausgehen, sollten diese genau überprüft werden, raten die Tester.

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bescheinigt Ökotest der R+V Internetschutz-Police und dem FinanzSchutz der Cosmos Direkt. Diese Tarife beschränkten sich auf die Erstattung von Vermögensschäden durch Internetkriminalität und seien daher verbraucherfreundlicher. (nl)

Foto: Shutterstock

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