Anzeige
23. März 2015, 13:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Talanx erzielt Rekordgewinn, bleibt aber vorsichtig

Der Rekordgewinn des Rückversicherers Hannover Rück hat auch seinen Mehrheitseigner Talanx 2014 vorangebracht. Trotz Problemen in Deutschland verdiente der Versicherungskonzern mit Marken wie HDI und HDI-Gerling unter dem Strich 769 Millionen Euro – fünf Prozent mehr als im Vorjahr und so viel wie nie zuvor.

Talanx erzielt Rekordgewinn, bleibt aber vorsichtig

Die Prämieneinnahmen will Talanx-Vorstandschef Herbert Haas im laufenden Jahr vor allem im Ausland weiter steigern. Hingegen sind in Deutschland die Probleme aus Haas’ Sicht noch nicht beendet. 2015 werde eines der herausforderndsten Jahre seit langem, betonte der Manager.

Die Aktionäre sollen eine von 1,20 auf 1,25 Euro erhöhte Dividende erhalten, wie Talanx am Montag in Hannover mitteilte.

Für 2015 peilt Vorstandschef Herbert Haas allerdings weiterhin nur einen Überschuss von 700 Millionen Euro aufwärts an. Im Schnitt soll der Gewinn in den Jahren bis 2019 jedoch jeweils um einen mittleren einstelligen Prozentwert steigen.

Gewinn über den Erwartungen – Analysten trotzdem enttäuscht

Die Talanx-Aktie reagierte am Morgen mit Verlusten. Zu Handelsbeginn rutschte das Papier ans MDax-Ende und verlor zuletzt 5,45 Prozent auf 29,42 Euro. Zwar lag der Gewinn über den Erwartungen der meisten Analysten. Die Experten zeigten sich dennoch enttäuscht. Die Dividende entspreche lediglich den Markterwartungen, bemängelte die Commerzbank.

Von der knappen Milliarde Gewinn der Hannover Rück, die ihren Profit 2014 um zehn Prozent gesteigert hatte, kam bei Talanx unter dem Strich gut die Hälfte an. Dass der Mutterkonzern nicht so stark zulegte wie seine Rückversicherungstochter, liegt auch an einem Sondereffekt. 2013 hatte Talanx einen Teil seiner Beteiligung am Schweizer Versicherer Swiss Life abgestoßen und dafür einen Sondergewinn von rund 100 Millionen Euro eingestrichen.

Dieser Effekt fiel nun weg. Zwar verkaufte das Unternehmen 2014 den Rest seiner Swiss-Life-Aktien mit mehr als 200 Millionen Euro Gewinn. Das Geld kam aber nicht dem Konzernergebnis, sondern den Reserven der Lebensversicherungssparte zugute, die mit dem anhaltenden Zinstief zu kämpfen hat.

Im Auslandsgeschäft verdiente Talanx besser als im Vorjahr

In Deutschland zogen Vorkehrungen gegen die Niedrigzinsen den Rivalen von Allianz und Munich Re im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden sogar in die roten Zahlen. Auch in der Schaden- und Unfallversicherung musste Talanx auf dem Heimatmarkt Geld nachschießen. Im Auslandsgeschäft, bei dem die polnischen Töchter Warta und TU-Europa eine starke Rolle spielen, verdiente Talanx hingegen besser als im Vorjahr.

Seite zwei: Probleme in Deutschland nicht beendet

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Spahn kündigt weitere Anhebung der Pflegeversicherungsbeiträge an

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine weitere Anhebung der Beiträge zur Pflegeversicherung angekündigt. “Ich kann ihnen jetzt schon sagen: Wir werden in den nächsten Jahren die Beiträge nochmals erhöhen müssen”, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung “Maischberger”.

mehr ...

Immobilien

Umbauten am Haus: Anpassung der Police nicht vergessen

Wer am eigenen Heim Umbauten vornimmt, sollte an die Konsequenzen für die Wohngebäudeversicherung denken. Ansonsten könnte es im Schadensfall böse Überraschungen geben. Die Gothaer gibt Tipps, worauf Immobilieneigentümer achten sollten.

mehr ...

Investmentfonds

Wer die Finanzmärkte verstehen will, muss politisch denken

In den Print- und TV-Medien wird dramatisch mit viel Blut, Schweiß und Tränen gearbeitet. Man weiß natürlich, dass sich schlechte Nachrichten immer besser als gute verkaufen. Sie sorgen für Klicks und Quoten und locken Werbepartner an wie Licht die Mücken. Theoretisch bieten auch Kriegsangst, Zollangst und Zinsangst beste Drehbücher für den Zusammenbruch an den Finanzmärkten. Tatsächlich werden sie von nach Aufmerksamkeit heischenden Dramaturgen liebend gern benutzt. Aber sind sie in der Praxis wirklich untergangstauglich? Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Qualitypool bietet zwei neue Apps an

Der Maklerpool Qualitypool startet kostenlose Apps für seine Vertriebspartner und deren Endkunden. Die App “hQ – Das Partnercockpit” soll Vertriebspartner mit neuen Features unterstützen, Kunden erhalten die dazugehörige App “FinUp”, um ihre bestehenden Verträge und passende Angebote jederzeit einsehen zu können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia gibt weiteren Publikumsfonds in den Vertrieb

Die Patrizia GrundInvest hat den Vertrieb ihres siebten Publikumsfonds gestartet. Er investiert in einer deutschen Tourismusregion. Zudem kündigt das Unternehmen vier weitere alternative Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger noch für dieses Jahr an.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...