18. Mai 2016, 08:30
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Altersvorsorge: Deutschland-Rente greift zu kurz

Das Thema Altersvorsorge ist und bleibt in aller Munde und hat mit dem Vorschlag einiger Landesparteien, eine staatlich organisierte, einheitliche Sparrente einzuführen – die sogenannte Deutschland-Rente – erneut an Fahrt aufgenommen. Die Wald-Kolumne

Altersvorsorge: Deutschland-Rente greift zu kurz

“So gut gemeint die Idee einer Deutschland-Rente ist, so schwierig ist es angesichts der Rahmenbedingungen, eine zufriedenstellende Leistungsbilanz für Verbraucher zu erzielen.”

Das ist mehr als verständlich: Wer angesichts der Herausforderungen, die beispielsweise niedrige Zinsen oder die höhere Lebenserwartung hierzulande mit sich bringen, im Alter einen angemessenen Lebensstandard haben und dabei möglichst selbstbestimmt agieren will, muss zusätzlich zur gesetzlichen Rente vorsorgen.

Privatvorsorge hat Vorrang gegenüber staatlichen Lösungen

Aber wozu eine Deutschland-Rente? Und: Kann diese Vorsorgeform adäquate Ergebnisse erzielen? Grundidee der Deutschland-Rente ist, dass Arbeitgeber für ihren Arbeitnehmer einen Sparbeitrag in einen “Deutschlandfonds” einzahlen. Dieser Staatsfonds soll das Geld von Milionen Bundesbürgern höherrentierlich am Kapitalmarkt anlegen und zentral verwaltet werden. So weit, so gut.

Aber: Wie sollen attraktive Konditionen erzielt werden, wenn am Kapitalmarkt für alle dieselben Bedingungen herrschen, sowohl für private Versicherer als auch für staatliche Anlageformen? Das zeigt: So gut gemeint die Idee einer Deutschland-Rente ist, so schwierig ist es angesichts der Rahmenbedingungen, eine zufriedenstellende Leistungsbilanz für Verbraucher zu erzielen.

Das Beispiel unterstreicht gleichzeitig den grundsätzlichen Vorrang von privater Vorsorge gegenüber einer staatlichen Lösung, die lediglich in Ausnahmefällen einen begründeten Vorteil bieten kann; beispielsweise, wenn aufgrund eines natürlichen Monopols kein anderer Weg zur Verfügung steht.

Seite zwei: Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge

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