„Unser Ansatz ist, Mobilität zu versichern“

„Langfristig wird das autonome Fahren dazu führen, dass die klassische Kraftfahrtversicherung nachhaltig schrumpft“, sagt Frank Edelmeier, Leiter Geschäftsfeld Kraftfahrtversicherungen beim Versicherer Axa, im Interview mit Cash. Die Frage sei, in welcher Geschwindigkeit dies geschehe.

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„Es braucht auch in Zukunft rechtliche Klarheit und Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.“

Herr Edelmeier, Ende vergangenen Jahres erklärten Sie, dass Axa als einer der führenden Kraftfahrtversicherer am Thema autonomes Fahren und seiner Versicherbarkeit „nicht vorbei“ komme. Worauf stellt sich Ihr Unternehmen konkret ein?

Edelmeier: Die Systeme sind mit Hochdruck weiterentwickelt worden. Auch wenn es schon erste teilautonome Modelle am Markt gibt, sind wir derzeit vom vollständig autonom fahrenden Fahrzeug für den Massenmarkt noch recht weit entfernt. Als großer deutscher Kraftfahrtversicherer verfolgen und begleiten wir diese Entwicklungen aber sehr eng – auch mit neuen Konzepten und Kooperationen. Als Beispiel sei nur Telematik genannt, das als Übergangslösung auf dem Weg zum autonomen Fahren strategisch wichtig ist. Axa bietet seit Ende letzten Jahres eine kostenfreie App-Lösung an, die auf kontinuierliche Datenaufzeichnung bewusst verzichtet. Dafür haben wir viel Lob erhalten.

Einige Marktbeobachter erwarten, dass die Prämie pro Fahrzeug in den nächsten zehn Jahren deutlich sinken wird, da autonomes Fahren weniger Schadenfälle verursachen würde. Teilen Sie diese Sicht?

Langfristig wird das autonome Fahren dazu führen, dass die klassische Kraftfahrtversicherung nachhaltig schrumpft. Die spannende Frage ist, in welcher Geschwindigkeit das geschehen wird. In den nächsten zehn Jahren sehen wir eine eher moderate Veränderung durch autonomes Fahren. Zurzeit kommt der Druck auf die Kraftfahrtversicherer hauptsächlich dadurch zustande, dass der Markt schon sehr stark gesättigt ist und die Zahl der versicherten Fahrzeuge nicht mehr lange weiter steigen wird. Heute liegt der Fokus eher auf alternativen Mobilitätskonzepten wie Carsharing oder Mitfahrzentralen, die die Mobilität erhöhen, ohne dass mehr Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind. Dadurch steigert sich zum einen der Wettbewerb in der Kraftfahrtversicherung, zum anderen ändern sich die Anforderungen an die Versicherungswirtschaft.

Seite zwei: „Wir versichern nach wie vor das Auto, nicht den Fahrer“

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