4. Juli 2016, 08:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Die Belange der Versicherten bleiben gewahrt”

Das klingt ambitioniert. Wie kommt die Zahl zustande?

Der gesamte Lebensversicherungsmarkt verfügt heute über Kapitalanlagen von rund 820 Milliarden Euro. Wenn wir davon ausgehen, dass davon 20 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre in den Run-off gehen und davon wiederum 20 Prozent zu uns kommen. Dann ergeben sich daraus besagte 30 Milliarden Euro.

Müssen sich Kunden mit Bestandsverträgen, die in den Run-off gehen, auf Ertragseinbußen einstellen?

Das ist kein Phänomen der Run-off-Plattform, sondern das ist die ganz normale Entwicklung in der Lebensversicherung. Es sind ja überall die Überschüsse im Zinsbereich runtergegangen, nicht aber im Kostenbereich und auch nicht im Risikobereich. Es herrscht ein Nullzinsumfeld im
Kapitalmarkt vor, und davon sind selbstverständlich auch die Lebensversicherer betroffen. Gleichwohl gilt: In Relation zu anderen Kapitalanlagen ist die Lebensversicherung immer noch attraktiv.

Der Garantiezins beziehungsweise Höchstrechnungszins wird wohl zum 1. Januar 2017 von bislang 1,25 Prozent auf 0,9 Prozent sinken. Welche Chancen ergeben sich daraus für die Frankfurter Leben?

Ich glaube, dass der Schritt dazu führen wird, dass die herkömmlichen klassischen Lebens- und Rentenversicherer schneller vom Markt verschwinden werden als bisher. Die großen Anbieter haben ja schon die “neue Klassik” oder alternative Garantieprodukte aufgelegt. Die kleineren Unternehmen, die noch vergleichsweise stark auf die traditionelle Klassik setzen, tun sich natürlich schwerer, ihr Produktportfolio den neuen Marktverhältnissen anzupassen. Kurzum: Wenn die Klassik im Neugeschäft keine Rolle mehr spielt, macht es durchaus Sinn, die alten Verträge, die nur noch verwaltet werden, auf eine professionelle Plattform zu übertragen.

Seite drei: Bernd Neumann über den chinesischen Hauptinvestor Fosun

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Rentner bekommen ab nächstem Monat mehr Geld

Die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland bekommen ab Juli mehr Geld. Der Bundesrat hat am Freitag in Berlin der entsprechenden Verordnung der Bundesregierung zugestimmt. Demnach steigen im Zuge der jährlichen Rentenanpassung die Bezüge im Osten um 4,2 und im Westen um 3,45 Prozent. Die Ost-Renten nähern sich damit weiter den West-Bezügen an.

mehr ...

Immobilien

Marc Drießen wird Aufsichtsrat bei Corestate

Der Immobilien und Investment Manager Corestate Capital Holding S.A. hat auf seiner Online-Hauptversammlung wie angekündigt den Aufsichtsrat neu besetzt. Eines der neuen Mitglieder ist ein langjährig bekanntes Gesicht aus der Sachwertbranche. Außerdem: Die Dividende fällt aus.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Wirtschaft holt nach tiefer Rezession wieder auf

Nach der tiefen Rezession im zweiten Quartal dieses Jahres wird sich die deutsche Wirtschaft gemäß den aktuellen Bundesbank-Projektionen wieder erholen. Wie weit es runter geht und wann die Erholung in welchem Umfang wieder einsetzt.

mehr ...

Berater

Neues STO: Mit der Blockchain nach Mallorca

Die Palmtrip GmbH aus Rabenau (bei Gießen) hat die Billigung für eine tokenbasierte Schuldverschreibung von der Finanzaufsicht (BaFin) erhalten, also für ein digitales Wertpapier. Auch rechtlich betritt das Unternehmen mit den “Palm Token” Neuland – und hat dabei einen prominenten Berater.

mehr ...

Sachwertanlagen

Gezeitenkraft-Vermögensanlage von Reconcept platziert

Die als operative KG-Beteiligung konzipierte Vermögensanlage “RE13 Meeresenergie Bay of Fundy” der Reconcept aus Hamburg hat das angestrebte Platzierungsvolumen erreicht und wurde für weitere Investoren geschlossen. Das Geld fließt in schwimmende Gezeitenkraftwerke vor der Küste Kanadas.

mehr ...

Recht

Corona-Krise treibt Nachfrage nach telefonischer Rechtsberatung in die Höhe

Noch nie haben sich so viele Kunden innerhalb kürzester Zeit bei Rechtsfragen an ihren Rechtsschutzversicherer gewandt, wie in den Wochen der Corona-Krise. Im März und April konnte Versicherten in knapp 285.000 anwaltlichen Telefonberatungen geholfen werden. In normalen Monaten sind es etwa 115.000. Das zeigt eine Sonderauswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...