Digitalisierung in der PKV: „Dicken Aktenordnern den Kampf ansagen“

Die Privaten Krankenversicherer (PKV) nutzen zunehmend die Dienste der Digitalisierung. Beispiel Axa Deutschland: Der große Krankenversicherer mit Sitz in Köln hat angekündigt, „dicken Aktenordnern den Kampf ansagen“ zu wollen.

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Thilo Schumacher, Axa: „Wir haben eine Lösung entwickelt, bei dem ausschließlich der Versicherten entscheidet, welche Daten er wem und wann zugänglich macht.“

Gemeinsam mit dem eHealth-Dienstleister CGM will das Unternehmen die papierlose Abrechnung für krankenvollversicherte Patienten vorantreiben – und nebenbei die Prozesskosten reduzieren. Ermöglichen soll dies das neue und kostenlos nutzbare ePortal „Meine Gesundheit“, das Ärzte, Patienten sowie den Versicherer digital vernetzen soll. Herzstück des Angebots ist laut Axa das digitale Rechnungsmanagement. Ziel ist demnach, dass in den kommenden fünf Jahren die Hälfte der krankenvollversicherten Axa-Kunden ihre Abrechnungen papierfrei und komplett digital abwickeln.

Kunden wünschen sich ein „modernes, flexibles Gesundheitsmanagement“

„Mehr als 50 Prozent unserer Kunden begrüßen es, so die Ergebnisse einer Marktforschung, wenn sie ihre Rechnungen komplett digital erledigen und den zeitaufwändigen Abrechnungsprozess per Papierbrief hinter sich lassen können“, sagt Dr. Thilo Schumacher, Mitglied im Vorstand der Axa Konzern AG und Vorstand der Axa Krankenversicherung. „Der bisherige Organisations- und Verwaltungsaufwand stellt für sie oft ein Ärgernis dar.“ So verstünden sich die Axa-Kunden zunehmend als Manager ihrer Gesundheit, sagt Schumacher, und diese wünschten sich ein „modernes, flexibles Gesundheitsmanagement“.

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Natürlich weiß der Axa-Manager, dass eine papierfreie Abrechnungsquote von 50 Prozent nur dann zu erreichen ist, wenn der Kunde und insbesondere der Arzt mögliche Vorbehalte gegen die neue Technologie über sein Clip-Board wirft. In Deutschland landet man da schnell beim Thema Datenschutz – und im Gesundheitswesen umso schneller.

Seite zwei: „Positiver Einfluss auf Kosten- und somit Beitragsentwicklung“

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