Anzeige
14. November 2016, 08:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

bAV-Reform: Rütteln am Tabu

Die Eckpunkte der geplanten bAV-Reform sorgen für viel Diskussionsstoff – dies gilt besonders für das Modell der Zielrente, also der reinen Beitragszusage ohne Arbeitgeberhaftung.

Shutterstock 388084855 in bAV-Reform: Rütteln am Tabu

Nach den Plänen der Bundesregierung soll das Gesetz 2018 in Kraft treten.

Ende September hat die Große Koalition auf die Forderungen nach einer gesetzlichen Weiterentwicklung der Betriebsrente reagiert. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verständigten sich mit Gewerkschaften und Arbeitgebern auf eine Reform der betrieblichen Altersversorgung (bAV).

Dass die Bundesregierung in diesem Bereich noch tätig werden will, hatte sich schon vor Jahresfrist abgezeichnet, als aus dem Bundesarbeitsministerium zu vernehmen war, dass es besonders unter Beschäftigten, die in kleinen und mittleren Unternehmen arbeiten oder die ein geringes Einkommen haben, noch Nachholbedarf bei der Verbreitung der bAV gebe.

Die Eckpunkte der geplanten Reform sorgen bereits für viel Diskussionsstoff. Dies zeigte sich unter anderem auf der diesjährigen DKM in Dortmund, wo Führungskräfte deutscher Versicherer in Hintergrundgesprächen massive Kritik an den Plänen der Großen Koalition übten – dies gilt besonders für das Modell der Zielrente, also der reinen Beitragszusage ohne Arbeitgeberhaftung.

Arbeitnehmer befürworten Beibehaltung der Garantien

Künftig sollen Unternehmen nicht mehr garantieren müssen, dass Betriebsrenten in einer bestimmten Höhe ausgezahlt werden. Eine reine Zusage über die Höhe der Beiträge soll genügen, allerdings unter der Prämisse, dass sich Arbeitgeber und Gewerkschaften tarifvertraglich darauf verständigen – das sogenannte “Sozialpartnermodell”.

Mit dieser Neuregelung rüttelt der Gesetzgeber an einem Tabu, denn bisher ist die bAV in Deutschland eng verknüpft mit einer festen Garantiezusage und der Einstandspflicht des Arbeitgebers. Dies zeigt auch das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), wonach 70 Prozent der befragten Arbeitnehmer die Beibehaltung der Garantien in der bAV befürworten.

Seite zwei: Steigende Komplexität befürchtet

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Mehr Respekt, weniger Rage: Wie Sie Knöllchen vermeiden

Wer morgens gerne trödelt und abends in Feierabend-Euphorie verfällt, drückt gern mal etwas fester aufs Gaspedal. Und hängt dem Vormann fast im Kofferraum. Szenen aus dem deutschen Verkehrsalltag. Leider tappen Drängler viel zu selten in Blitzerfallen. Weitere Verkehrssünden wie Handynutzung, Falschparken, Rotlichtverstöße und zu geringer Sicherheitsabstand gehören ebenfalls zum Alltag auf deutschen Straßen.

mehr ...

Immobilien

vdp-Preisindex: Immobilienpreise wachsen langsamer

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen noch immer, doch nach den Daten des Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) schwächt sich das Wachstum allmählich ab. Zeichnet sich eine Trendwende ab?

mehr ...

Investmentfonds

Ölpreise steigen wieder

Nach den Verlusten der vergangenen Wochen, ziehen die Ölpreise wieder an. Das liegt unter anderem an dem knapperen Angebot. Ob die Opec-Mitglieder ihre Fördermenge in nächster Zeit reduzieren, ist unentschieden. Russland und Saudi-Arabien sind unterschiedlicher Meinung.

mehr ...

Berater

Bafin-Chef: Regulierung der Banken geht nie zu Ende

Felix Hufeld, Chef der Finanzaufsichtsbehörde Bafin, hat Hoffnungen von Banken auf weniger Regulierung eine Absage erteilt. Das tat er am Montag im Zuge eines Bankenkongresses in Frankfurt.

mehr ...

Sachwertanlagen

INP kauft drei weitere Pflegeheime

Die INP-Gruppe aus Hamburg hat drei Pflegeeinrichtungen der Wolf-Gruppe aus Eschwege, Hessen, übernommen. Zwei der drei Immobilien wurden für den offenen Spezial-AIF “INP Deutsche Pflege Invest” erworben, die dritte für einen Publikumsfonds.

mehr ...

Recht

PRIIP und die UCITS-KIID: Fallstricke in der Umstellung?

Das ifa-Ulm sieht bei der Umstellung von UCITS-KIID zu PRIIP-spezifischen Angaben neue Herausforderungen auf die Versicherer zukommen. Denn gerade beim Umgang mit laufenden Jahresbeiträgen liefern die technischen Regulierungsstandards keine klaren Vorgaben.

 

mehr ...