Anzeige
Anzeige
28. Dezember 2016, 13:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Elementarschäden in 2016 weniger ausgeprägt

Stürme, Hagel und Starkregen haben im Jahr 2016 versicherte Sachschäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben in Höhe von zwei Milliarden Euro verursacht. Das geht aus den vorläufigen Zahlen hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) jetzt veröffentlicht hat.

GDV Erdland in Elementarschäden in 2016 weniger ausgeprägt

Dr. Alexander Erland, GDV: ” Mit der Naturgefahrenbilanz 2016 können wir insgesamt zufrieden sein.”

In den letzten Jahren haben die Sachversicherer im Durchschnitt 2,4 Milliarden Euro für Schäden durch Naturgefahren geleistet. 2016 fällt damit leicht unterdurchschnittlich aus. “Mit der Naturgefahrenbilanz 2016 können wir insgesamt zufrieden sein. Dennoch hat sich erneut gezeigt, welche enormen Schäden beispielsweise Starkregen wie Friederike und Elvira anrichten können”, sagt GDV-Präsident Alexander Erdland.

Elvira und Friederike teuerste Starkregen in Deutschland

Mit rund einer Milliarde Euro gehen die Hälfte der 2016er Schäden auf das Konto der beiden Tiefs Elvira und Friederike. Ende Mai und Anfang Juni folgten dicht aufeinander zahlreiche Gewitter mit anhaltenden Regenfällen – eine Wetterlage, die es in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit so noch nicht gegeben hat. An Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben entstanden Schäden in Höhe von 800 Millionen Euro durch Starkregen sowie weitere 200 Millionen Euro durch Sturm und Hagel. “Noch nie haben Unwetter mit heftigen Regenfällen innerhalb so kurzer Zeit so hohe Schäden verursacht”, sagt Erdland.

Elvira und Friederike sind mit 800 Millionen Euro Schaden die bislang teuersten Starkregenereignisse in Deutschland. Quintia, Renate, Susanne aus dem Jahr 2014 (240 Millionen Euro Sachschaden) rutschen in der Statistik auf Platz 2 gefolgt von Norbert aus dem Jahr 2013 (145 Mio. Euro) auf Platz 3.

Naturgefahren richtig versichern

Durch von Starkregen verursachte Überschwemmungen entstehen schnell Einzelschäden an Einfamilienhäusern von 100.000 Euro und mehr. Somit kann ein solches Naturereignis existenzbedrohend für Hausbesitzer werden. “Viele wissen gar nicht, dass sie immer und überall von Starkregen betroffen sein können. Und sie wissen nicht, dass sie sich gegen existenzbedrohende Naturgefahren versichern können”, sagt Erdland. Um ein Haus rundum gegen Naturgefahren abzusichern, ist eine zusätzliche Elementarschadendeckung nötig. Erst dann ist die “Vollkasko fürs Haus” komplett. Viele Hausbesitzer gehen jedoch fälschlicherweise davon aus, dass der Elementarschutz bereits Bestandteil ihrer Gebäudeversicherung ist. Deshalb ist es sinnvoll, den eigenen Versicherungsschutz daraufhin zu überprüfen, ob Schäden durch Hochwasser und Überschwemmung tatsächlich mitversichert sind. (fm)

Foto: GDV 

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Digitale Transformation: Chancen nutzen im Kundendialog

Jetzt mal Butter bei die Fische: Sprechen Sie eigentlich mit Ihren Kunden? So richtig face-to-face, via Videochat oder zumindest am Telefon – oder schreiben Sie nur noch E-Mails?

Die Limbeck-Kolumne

mehr ...

Immobilien

Berlin: Temporäres Wohnen ist “Everybody’s darling”

Der Markt für temporäres Wohnen in der Bundeshauptstadt verändert sich. Immer mehr internationale Investoren und Betreiber sowie neuentwickelte Konzepte bilden aktuell die relevantesten Trends.

mehr ...

Investmentfonds

DVAG: Warum sind die Deutschen solche Aktienmuffel?

Was die Geldanlage angeht gehen die Deutschen lieber auf Nummer sicher und investieren größtenteils in vermeintlich sichere Geldanlagen wie Sparbücher, Tagesgeld- und Festgeldkonten, die kaum bis keine Zinsen bringen. Warum ist das so?

mehr ...

Berater

Hinterbliebenenversorgung: Sind Altersabstandsklauseln rechtens?

Sogenannte Altersabstandsklauseln sind ein taugliches Mittel zur Risikobegrenzung bei der Hinterbliebenenversorgung. Ob derartige Regelungen rechtswidrig sind, musste jüngst das Bundesarbeitsgericht (BAG) entscheiden.

Gastbeitrag von Dr. Michael Rein, CMS Deutschland

mehr ...

Sachwertanlagen

Erstes Urteil zur P&R-Vermittlung: Es war “execution only”

Das Urteil des Landgerichts Ansbach, das die Klage einer Anlegerin gegen einen Vermittler von P&R-Containern abgewiesen hat, liegt nun schriftlich vor. Demnach gab es in dem Fall einige Besonderheiten.

mehr ...

Recht

BGH-Urteil: Position der Staates als Erbe gestärkt

Wenn der Staat das Erbe eines Gestorbenen ohne Angehörige antritt, muss er für Hausgeldschulden einer Wohnung in der Regel nur mit der Erbmasse haften. Das entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Freitag in einem Fall aus Sachsen.

mehr ...