28. April 2016, 16:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Keine ausgedehnte Wartezeit zugunsten reduzierter Risikoprüfung”

Viele Makler fordern von Versicherern einen Verzicht oder zumindest eine Reduzierung von Gesundheitsfragen. Im Cash.-Interview erklärt LV-1871-Produktvorstand Dr. Klaus Math warum er dies kritisch sieht und sagt, welche Rolle die Preiskalkulation beim Überwinden der Abschlusshürde spielt.

LV 1871: Keine ausgedehnte Wartezeiten zugunsten reduzierter Risikoprüfung

Klaus Math: “Durch ausgedehnte Wartezeiten zugunsten einer reduzierten Risikoprüfung wird der Absicherungsschutz verfehlt.”

Cash.: Die LV 1871 bietet im Rahmen ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung “Golden BU” seit Jahresbeginn eine Pflegeabsicherung an. Mit welchen Herausforderungen im Beratungsgespräch müssen ihre Vertriebspartner umgehen, wenn sie das Kombi-Produkt erfolgreich vermitteln wollen?

Math: Wir haben die Risiken Berufsunfähigkeit und Pflege in unseren Vorsorgelösungen einfach und verständlich kombiniert. Das erleichtert den Einstieg zum Thema Pflege und kann für die Beratung ein Vorteil sein. Vermittler können ihre Kunden ganzheitlich beraten und eine Absicherung sowohl bei Berufsunfähigkeit als auch bei Pflegebedürftigkeit anbieten.

Gleichwohl stellen wir fest: Viele Kunden können oder wollen sich nicht vorstellen, dass sie einmal berufsunfähig oder zum Pflegefall werden könnten. Wie wichtig Vorsorge ist, zeigt jedoch die Statistik: Gegenwärtig sind rund 2,34 Millionen Bundesbürger pflegebedürftig. Laut dem Statistischen Bundesamt werden im Jahr 2050 bereits 4,5 Millionen Menschen auf die Hilfe von Pflegediensten und -einrichtungen angewiesen sein.

Viele denken, dass im Ernstfall der Staat für alles aufkommt. Dem ist aber nicht so. Vermittler müssen hier Aufklärungsarbeit leisten und aufzeigen, wie hoch die tatsächliche gesetzliche Leistung ist und wie viel von den Betroffenen selbst getragen werden muss. Um sie dabei zu unterstützen, bietet die LV 1871 ein Whitepaper eines ausgewiesenen Pflegeexperten mit zahlreichen Fakten rund um das Thema Pflege.

Die BU gilt schon heute als eine vergleichsweise teure Versicherung. Wie sind Sie bei der Preisgestaltung des Pflegepakets vorgegangen, um die Abschlusshürde nicht zu hoch werden zu lassen?

Wir haben eine sehr gute Lösung gefunden, einen preisgünstigen Einstieg für eine Pflegeabsicherung anzubieten. Das Pflegepaket ist ein optionaler Bestandteil unserer Vorsorgelösung. Kunden können sich also je nach verfügbarem Budget für oder gegen einen Einschluss entscheiden. Falls das Budget für eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht reicht, bieten wir zudem mit der Golden IV eine preisgünstigere Alternative an. Mit dieser funktionellen Invaliditätsversicherung lassen sich die finanziellen Folgen von Unfall oder Krankheit absichern – unabhängig vom Beruf.

Mit welchen Kosten müssen Versicherte rechnen?

Nehmen wir einen Maschinenbautechniker: Er ist 30 Jahre alt, verheiratet, hat ein Kind und ist Nichtraucher. Für eine Golden BU mit Pflegepaket in Höhe von 1.500 Euro Berufsunfähigkeits- und Pflegerente im Monat zahlt er bis zum Endalter 65 einen monatlichen Beitrag von knapp 93 Euro. Der Einschluss des Pflegepakets kostet dabei etwa 23 Euro. Ein 20-jähriger Student zahlt für eine Absicherung in Höhe von 1.000 Euro im Monat einen monatlichen Beitrag von knapp 43 Euro, davon entfallen elf Euro auf das Pflegepaket.

Seite zwei: “Während der Wartezeit besteht nur eingeschränkter Schutz”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Frauen arbeiten vor der Rente immer länger

Die Dauer der gesetzlichen Rentenabsicherung vor dem Ruhestand ist bei Frauen in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen, wie neue Rentendaten zeigen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

mehr ...

Immobilien

Das sollten private Vermieter beachten

Die meisten Wohnungen gehören in Deutschland Privatleuten. Sie vermieten meistens nur ein oder zwei Einheiten. Kleinvermieter nutzen die Immobilie häufig als Kapitalanlage oder als Finanzierungsbeitrag zum Bau des Eigenheims. Worauf es für private Vermieter ankommt.

mehr ...

Investmentfonds

Britische Staatsanleihen: Sorgen Brexit und Corona für negative Renditen?

Die anhaltende Covid-19-Pandemie und der zäh verlaufende Brexit-Prozess könnten die Renditen britischer Staatsanleihen unter die Nullgrenze bringen, kommentiert Colin Finlayson, Co-Manager des Aegon Strategic Global Bond Fund bei Aegon Asset Management.

mehr ...

Berater

Recruiting: Warum die Story stimmen muss

Vielen jungen Absolventen und Berufseinsteigern gilt die Finanzdienstleistungsbranche zu sehr als “old men network”, sie zieht es zu den vermeintlich jungen und hippen Fintechs. Bei ihren Rekrutierungsbemühungen steht sich die Branche aber auch selbst im Weg.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Recht

Berliner Verfassungsgerichtshof setzt Mietendeckel-Verfahren aus

Der Berliner Verfassungsgerichtshof hat die Prüfung des umstrittenen Mietendeckels ausgesetzt. Man wolle zunächst den Ausgang der anhängigen Verfahren dazu beim Bundesverfassungsgericht abwarten, teilte das höchste Berliner Gericht am Donnerstag mit.

mehr ...