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14. Dezember 2016, 10:47
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Linken-Politikerin: “Die PKV hat ihren Zenit überschritten”

Die privaten Krankenkassen haben nach einem Bericht der “Saarbrücker Zeitung” (Mittwoch) in den vergangenen fünf Jahren unterm Strich rund 189.000 Vollversicherte verloren.

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Im vergangenen Jahr waren bei den privaten Kassen rund 8,8 Millionen Menschen versichert. 2012 waren es noch fast neun Millionen.

Seit 2012 wechselten demnach auch durchgängig mehr privat Versicherte in das gesetzliche Kassensystem als umgekehrt, schreibt das Zeitung unter Berufung auf Daten der Bundesregierung, die die Linke im Bundestag angefordert hatte.

Zwischen 2012 und 2015 wechselten demnach gut 609.000 privat Versicherte in eine gesetzliche Krankenkasse. Den Weg vom gesetzlichen ins private System (PKV) gingen nur noch knapp 520.000 Versicherte. Unter dem Strich wechselten also rund 90.000 Menschen mehr von der privaten in eine gesetzliche Kasse als umgekehrt.

“Die private Krankenversicherung hat ihren Zenit überschritten”, meinte die Sozialexpertin der Linken, Sabine Zimmermann. Den Menschen sei jahrelang erzählt worden, dass privat immer besser sei als öffentlich. Die konkreten Erfahrungen überzeugten aber jetzt immer mehr Versicherte, sich doch besser auf die gesetzliche Krankenversicherung zu verlassen, betonte Zimmermann.

Schwund in der PKV, Zuwachs in der GKV

Der Sprecher des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Florian Lanz, verwies darauf, dass die PKV oft weniger Leistungen als die gesetzlichen Krankenkassen böte und vor allem Rentner unter den hohen Versicherungsprämien litten. “Das hat sich mittlerweile herumgesprochen”, so Lanz.

Im vergangenen Jahr waren bei den privaten Kassen rund 8,8 Millionen Menschen versichert. 2012 waren es noch fast neun Millionen. Im gleichen Zeitraum ist der Zahl der Mitglieder in den gesetzlichen Kassen von 52,4 auf 54,2 Millionen gestiegen. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Liebe Frau Zimmermann, könnte die sinkende Zahl der Wechsler in die PKV “eventuell” auch an der seit 2012 um über 13% gestiegenen Versicherungspflichtgrenze/JAEG liegen, die somit einfach den Zugang zur PKV für viele unmöglich macht?
    Und bitte, die jetzigen Rentner nicht mit zukünftigen vergleichen. Neue Altersrückstellungen und der seit 2000 eingeführte 10%ige Beitragszuschlag zur Minderung der Beiträge im Alter, … alles Dinge die keinerlei direkten Vergleich mit heute mehr zulassen.
    Wie wäre es wenn jeder selbst eintscheiden könnte wie er versichert sein möchte und wieviel er dafür auszugeben bereit ist? Ich denke Sie würden sich wundern, wieviele auf eine GKV-Versicherung verzichten würden.
    Aus dieser Studie (wie sind die Grundlagen, welche Zahlen wurden wirklich genannt,…) darauf zu schließen, dass die PKV tot sei, zeugt leider nur von Inkompetenz und von reinster Polemik wie man es eigentlich von einer Oppositionspartei nicht erwarten würde.
    Die ohnehin, durch die Politik aufgheizte Stimmung in der Finanzwirtschaft, durch solche unqualifizierten Äußerungen zusätzlich anzufachen, ist in meinen Augen nur traurig und zeugt nicht von Weitsicht oder Reputation.

    Kommentar von Uwe Kaufmann — 15. Dezember 2016 @ 10:00

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