11. August 2016, 18:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Arbeitgeber: Reform des Pflegeberufs macht Altenpflege unattraktiver

Der Arbeitgeberverband Pflege hat sich gegen die geplante Zusammenlegung der Ausbildung in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege gewandt.

Arbeitgeber: Reform des Pflegeberufs macht Altenpflege unattraktiver

Mit durchschnittlich gut 1.000 Euro monatlich gehöre die Altenpflege zu den “Top fünf” bei der Ausbildungsvergütung, heißt es beim Arbeitgeberverband Pflege.

Der Präsident des Verbandes, Thomas Greiner, sagte am Donnerstag in Berlin, 56 Prozent der Auszubildenden innerhalb der Verbandsmitglieder hätten einen Hauptschulabschluss. Wenn der Anteil der theoretischen Ausbildung mit der Zusammenlegung steige, sei damit zu rechnen, dass ein Teil dieses Ausbildungspotenzials in der Zukunft nicht mehr in die Altenpflege gehen werde.

Sinkende Azubi-Zahlen versus steigende Pflegebedürftigkeit

Vor dem Hintergrund sinkender Azubi-Zahlen und steigender Pflegebedürftigkeit würde das der Branche erheblich schaden, machte Greiner deutlich. Der Gesetzgeber hofft, dass mit der Ausbildungsreform die Altenpflege aufgewertet und in der Branche höhere Löhne gezahlt werden.

Mit Blick auf das am 1. September beginnende Ausbildungsjahr trat Greiner Darstellungen entgegen, der Pflegeberuf sei unattraktiv für junge Leute. Mit gut 150.000 Auszubildenden im Jahr 2014 hätten die Pflegeberufe deutlich vor anderen Ausbildungsberufen gelegen. Und mit durchschnittlich gut 1.000 Euro monatlich gehöre die Altenpflege zu den “Top fünf” bei der Ausbildungsvergütung.

Die Mitglieder des Verbandes seien private Unternehmen, die deutschlandweit gut 1.000 Altenpflegeheime betreiben, erläuterte Greiner. In Deutschland gibt es demnach knapp 13.000 Pflegeheime, wovon 42 Prozent privat geführt würden. Zudem gebe es 12 700 ambulante Pflegedienste, wovon 60 Prozent privat seien. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

2 Kommentare

  1. Wer einmal selber pflegte, dem ist bewusst welche Belastungen damit verbunden sind.Richtig Herr Braun, verdient wird in diesem Beruf viel zu wenig und soziale Wertigkeit ist bei weitem zu gering.

    Kommentar von Frank Dietrich — 13. August 2016 @ 07:35

  2. Was hilft eine gute Ausbildungsvergütung, wenn man danach nicht leistungsgerecht bezahlt wird?

    Kommentar von H. Braun — 12. August 2016 @ 08:05

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Neuer Kfz-Tarif: Was ERGO Kunden nun bietet

ERGO bietet ab sofort einen neuen Kfz-Tarif mit den Produkten Smart und Best an, der kundenfreundlich und verständlich ist. Umfassende Leistungen sind serienmäßig enthalten. Zudem wurde die Schadenbearbeitung digitalisiert: Kunden können Schäden nun leicht online melden und den Status verfolgen.

mehr ...

Immobilien

Lompscher verteidigt Mietendeckel

Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) hat ihre Vorschläge zum sogenannten Mietendeckel erneut verteidigt. Sie sagte am Montagabend auf einer rbb-Inforadio-Veranstaltung im Maison de France in Berlin, mit den Plänen werde dem Ausnutzen der Wohnungsknappheit auf dem Rücken der Mieterinnen und Mieter Einhalt geboten.

mehr ...

Investmentfonds

Ökoworld: Gitarren statt Knarren

Was haben der Rock ‘n’ Roll und Moneten mit Moral gemeinsam? Dieser Frage geht Gunter Schäfer, Chief Communications Officer bei Ökoworld, in seinem aktuellen Blog-Beitrag auf den Grund.

mehr ...

Berater

Deutsche-Bank-Chef: EZB-Politik spaltet die Gesellschaft

Christian Sewing, der Chef der Deutschen Bank, fordert die Europäische Zentralbank auf, ihre Geldpolitik rasch zu ändern. “Die Politik des Niedrigzinses ist nicht mehr richtig”, sagte Sewing am Montagabend beim Ständehaus-Treff, einer Veranstaltung der “Rheinischen Post” in Düsseldorf.

mehr ...

Sachwertanlagen

Vertriebsexperte Bernd Dellbrügge verstärkt Führungsteam der Real Exchange AG

Die Real Exchange AG (REAX), Spezialist für Anlagevermittlung und -beratung institutioneller Immobilienanlagen, hat Bernd Dellbrügge zum neuen Director Institutional Sales ernannt. Er berichtet direkt an den REAX-Vertriebsvorstand Heiko Böhnke.

mehr ...

Recht

Nach Ausstieg: Kein Anrecht auf Bestandsübertragung

Regulation und digitaler Wandel verändern die Versicherungsbranche rasant. Vor diesem Hintergrund überprüft das Gros der Vermittler die eigene unternehmerische Ausrichtung. Eine Folge sind zunehmende Zahlen registrierter Versicherungsmakler. Doch was passiert mit dem Bestand? Ein Kommentar von Alexander Retsch, Syndikusanwalt der vfm Gruppe.

mehr ...