27. April 2016, 08:01
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Pflegepolicen: Kampf gegen die Lücke

Der Gesetzgeber hat die staatlichen Leistungen im Pflegefall ausgeweitet. Und dennoch steht die Finanzierung der Pflege ohne privates Zutun auf wackligen Beinen. Pflegezusatzversicherungen helfen, die Versorgungslücke zu schließen – doch für die Branche erweist sich die Vermittlung der Produkte weiterhin als herausfordernd.

Pflege

Rainer Reitzler, Münchener Verein: “Bis 2050 soll sich die Zahl der Demenzerkrankten auf drei Millionen verdoppeln.”

Derzeit sind rund 2,7 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig – man stelle sich also einfach mal vor, dass in den Metropolen Hamburg und Köln in jeder Straße, hinter jedem Fenster, ein Mensch lebt, der auf die Hilfe eines anderen Menschen angewiesen ist.

60 Prozent Erfahrung mit Pflegebedürftigkeit

Fakt ist: Das Thema Pflege dringt zunehmend in das Leben der Bürger vor, sei es, dass sie selbst pflegebedürftig werden oder sich als Pflegender eines Angehörigen engagieren.

Laut einer aktuellen repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts Heute und Morgen im Auftrag der DKV Deutsche Krankenversicherung hat die Mehrzahl der Bundesbürger (60 Prozent) bereits Erfahrungen mit Pflegebedürftigkeit in der Familie oder bei Bekannten gemacht.

Dabei kann immerhin jeder fünfte Befragte (19 Prozent) von einem akuten Pflegefall im eigenen Umfeld berichten, insgesamt sechs Prozent der Befragten pflegen derzeit einen Angehörigen. Nicht immer sind es körperliche Gebrechen, die eine Pflege erforderlich machen.

Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit

So sind allein etwa 1,6 Millionen Menschen in Deutschland vom Verlust ihrer geistigen Leistungsfähigkeit betroffen.

Die Versorgung von Demenzerkrankten stelle “vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine immer größere Herausforderung für das Gesundheits- und Sozialwesen dar”, warnt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG).

“Bis 2050 soll sich die Zahl der Demenzerkrankten auf drei Millionen verdoppeln”, weiß Dr. Rainer Reitzler, Vorstandsvorsitzender der Münchener Verein Versicherungsgruppe.

“Und durch die stetig zunehmende Lebenserwartung steigt auch das eigene, persönliche Pflegefallrisiko”, ergänzt Reitzler.

Seite zwei: “Homo oeconomicus”?

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