Anzeige
7. Juli 2016, 16:34
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

SPD-Linke will Riester-Förderung kappen

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) will die Ost-West-Angleichung bei der Rente vorantreiben. Dem linken SPD-Flügel reichen die Reformpläne noch nicht. Er will ein mittelfristig auf 50 Prozent steigendes Rentenniveau – und die steuerliche Förderung der Riester-Rente kappen.

SPD-Linke will Riester-Förderung kappen

Der linke SPD-Flügel fordert ein mittelfristig auf 50 Prozent steigendes Rentenniveau.

Nach einem Bericht der “Bild”-Zeitung sollen die Renten im Osten über mehrere Jahre stärker angehoben werden als im Westen. Gleichzeitig sollen demnach Vorteile bei der Berechnung künftiger Ostrenten abgebaut werden. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte am Donnerstag in Berlin: “Die Ministerin wird einen Vorschlag zur Angleichung machen.” Konkretere Angaben seien aber nicht möglich. Festlegungen gebe es noch nicht.

Komplette Angleichung würde nicht nur Gewinner bringen

Heikel ist das Vorhaben, weil eine komplette Angleichung nicht nur Gewinner bringen würde. Einerseits ist zwar der Rentenwert – quasi die monatliche Rente für ein Jahr Beschäftigung mit Durchschnittsentgelt – im Osten geringer. Andererseits aber werden die der Rente zugrundeliegenden Ostlöhne bei der Rentenberechnung aufgewertet.

Bereits bisher stiegen die Ostrenten in der Regel stärker als jene im Westen. So reduzierte sich der Ost-West-Abstand mit der Rentenerhöhung zum 1. Juli von 7,4 Prozent im zweiten Halbjahr 2015 auf 5,9 Prozent im zweiten Halbjahr 2016.

Nahles plant Bericht zur bisherigen Ost-West-Angleichung

Nahles werde nun zunächst einen Bericht zur bisherigen Ost-West-Angleichung vorlegen, bekräftigte der Sprecher. Auf dieser Grundlage werde sie ihren Vorschlag machen. Dass sie den Bericht am 27. Juli vorlegen wolle, wie “Bild” berichtete, bestätigte der Sprecher nicht.

“Wir brauchen eine vollständige Rentenangleichung Ost-West in absehbarer Zeit”, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) der Zeitung. Die Linken forderten Taten. Sonst “wird das unterschiedliche Rentenrecht zwischen Ost und West länger Bestand haben als die Berliner Mauer”, sagte ihr Rentenexperte Matthias W. Birkwald in Berlin.

Seite zwei: Linker SPD-Flügel will Rentenniveau von 50 Prozent

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

2 Kommentare

  1. Jawoll, die rote Andrea hat den Durchblick: Weg mit Riester, her mit dem bedingungslosen und steuerfreien Mindesteinkommen für Alle ! Her mit der steuerfreien Grundrente für Alle. NUR, wer soll das bezahlen ?

    Kommentar von Nils Fischer — 8. Juli 2016 @ 10:20

  2. Linke zu Riester:
    Wenn man keine Ahnung hat von einem Produkt, kippt man halt einfach.
    Die Anrechnung auf die Grundsicherung
    streichen und man wird sich wundern wieviel Geringverdiener Riester abschliessen.
    Dagegen diese Absicherung dem Staat, der fast keine Rücklagen für die Beamten bildet, zu überlassen, ist grob fahrlässig.

    Kommentar von Wilfried Strassnig — 8. Juli 2016 @ 08:57

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Axa strukturiert Vorstand um – Dahmen geht

Die Axa gibt ihrem Konzern in Deutschland zum 1. Januar eine neue Struktur. Dazu wird der Versicherer die Vorstandsressorts bündeln, um damit gezielt für weiteres Kundenwachstum aufgestellt zu sein.

mehr ...

Immobilien

Gebrauchtimmobilie: Gekauft wie gesehen?

Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sollte nicht gleich der erste Eindruck entscheiden. Wer genauer hinschaut, kann teure Überraschungen vermeiden. Ist der Vertrag erst unterschrieben, wird es schwierig, Baumängel geltend zu machen.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...