Anzeige
21. März 2016, 10:37
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Talanx sieht sich wieder im Aufwind

Der Versicherungskonzern Talanx sieht sich nach dem eingeleiteten Abschied aus der klassischen Lebensversicherung wieder etwas im Aufwind. Im abgelaufenen Jahr erzielte das Unternehmen mit Marken wie HDI und Targo Versicherung dank geringer Schäden durch Naturkatastrophen den zweithöchsten Gewinn seiner Geschichte.

Talanx sieht sich wieder im Aufwind

Talanx-Chef Herbert K. Haas: “Das Jahr 2015 haben wir genutzt, die notwendigen strategischen Weichenstellungen vorzunehmen”, sagte Haas.

Die Erwartungen für 2016 schraubte Vorstandschef Herbert K. Haas bei der Bilanzvorlage am Montag in Hannover nach oben. Die Aktionäre können zudem sich über eine höhere Dividende freuen. Sie soll für 2015 wie von an Analysten erwartet von 1,25 auf 1,30 Euro je Aktie steigen.

Die Talanx-Aktie reagierte mit Kursgewinnen auf die Nachrichten. Kurz nach Handelsstart in Frankfurt lag sie mit 2,33 Prozent im Plus und war damit stärkster Wert im MDax.

Talanx schnitt 2015 besser ab als erhofft

Im abgelaufenen Jahr schnitt das Unternehmen besser ab als erhofft – auch wegen des Rekordgewinns beim weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück, an dem Talanx die Mehrheit der Anteile hält. Aber auch im Erstversicherungsgeschäft, in dem das Unternehmen mit Branchengrößen wie Allianz und Axa konkurriert, lief es besser.

Konzernweit stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um rund 15 Prozent auf 2,18 Milliarden Euro und fiel damit besser aus als von Experten erwartet (siehe Tabelle). Der Überschuss ging zwar wegen des Umbaus im Deutschland-Geschäft um knapp fünf Prozent auf 734 Millionen Euro zurück. Allerdings hatte Haas sein Ziel wegen hoher Abschreibungen im Deutschland-Geschäft schon vergangenen Sommer auf 600 bis 650 Millionen Euro gesenkt.

Der höchste Einzelschaden kostete Talanx 154 Millionen Euro

Bei den Prämieneinnahmen zeigte sich derweil der Einfluss des schwachen Euro. Konzernweit zogen die Bruttoprämien um 9,7 Prozent auf 31,8 Milliarden Euro an, bereinigt um Währungskurse wäre der Anstieg nur etwa halb so hoch ausgefallen. Mit 47 Prozent stammte knapp die Hälfte der Prämien in der Erstversicherung aus dem Auslandsgeschäft.

Während es “nur vereinzelt zu größeren Naturkatastrophenereignissen kam”, wie Talanx es formulierte, schlug eine von Menschen ausgelöste Katastrophe wie auch bei anderen Versicherern besonders teuer zu Buche: Die Explosionen in der chinesischen Hafenstadt Tianjin kosteten Talanx konzernweit 154 Millionen Euro – der höchste Schaden des Jahres.

Seite zwei: Talanx steckt hohe Summen in Digitalisierung und Automatisierung

 

Talanx sieht sich wieder im Aufwind

Konzernweit stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um rund 15 Prozent auf 2,18 Milliarden Euro und fiel damit besser aus als von Experten erwartet. Quelle: Talanx

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 5/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Europäische Aktien – Schwellenländer – digitaler Wandel – Neue Vertriebsregeln

Ab dem 27. April im Handel.

Rendite+ 1/2017 "Sachwertanlagen"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Hitliste der Produktanbieter – Top Five der Segmente – Immobilienmarkt

Versicherungen

Volkswohl Bund: Bläsing wird Nachfolger von Dr. Maas

Beim Dortmunder Versicherer Volkswohl Bund gibt es einen Wechsel in der Führungsspitze. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Joachim Maas geht Ende April 2017 nach über 37 Jahren Tätigkeit in den Ruhestand. Mit Wirkung zum 1. Mai 2017 wird Dietmar Bläsing neuer Sprecher der Vorstände der Volkswohl Bund Versicherungen. 

mehr ...

Immobilien

Investitionen in Immobilien: Die globalen Trends

Das globale Investitionsvolumen in Immobilien wird 2017 trotz Angebotsmangels weiter steigen. Dadurch werden die Preise mittelfristig stabil bleiben. Cushman & Wakefield erwarten für das kommende Jahr mehr Dynamik.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Bank holt Citigroup-Manager Moltke in den Vorstand

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank hat James von Moltke (48) zum neuen Finanzvorstand ernannt. Er war bisher Treasurer der amerikanischen Bank Citigroup und soll seinen Posten bei der Deutschen Bank im Juli dieses Jahres antreten.

mehr ...

Berater

Deutscher Bankenrettungsfonds schließt 2016 mit Gewinn ab

Der im Zuge der Finanzmarktkrise im Jahr 2008 geschaffene Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS), der von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) verwaltet wird, schließt das Geschäftsjahr 2016 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 98,6 Millionen Euro ab.

mehr ...

Sachwertanlagen

HTB Gruppe bringt weiteren Immobilien-Zweitmarktfonds

Die Bremer HTB Gruppe startet ab sofort mit dem Vertrieb des neuen Immobilien-Zweitmarktfonds “HTB 8. Immobilien Portfolio”. Der alternative Investmentfonds (AIF) ist bereits der siebte Publikums-AIF von HTB.

mehr ...

Recht

ZIA fordert bei Crowdinvesting stärkeren Verbraucherschutz

Der ZIA bemängelt, dass Crowdinvesting durch die bisherige Regulierung privilegiert ist, auf Kosten des Verbraucherschutzes. Der Ausschuss fordert unter anderem eine Prospektpflicht. Diese Forderungen widersprechen den Ansichten des Bundesverband Crowdfunding.

mehr ...