19. Juli 2016, 13:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Trotz Obamacare-Verlusten: US-Krankenversicherer UnitedHealth hebt Gewinnziel

Beim größten US-Krankenversicherer UnitedHealth sprudeln trotz weiter verlustreicher Geschäfte bei Obamacare-Verträgen nach wie vor die Gewinne.

Trotz roter Zahlen mit Obamacare-Verträgen: US-Krankenversicherer UnitedHealth hebt Gewinnziel

Mit den “Obamacare”-Krankenversicherungsverträgen schreibt UnitedHealth schon länger rote Zahlen.

Nach dem zweiten Quartal stand unter dem Strich ein Überschuss von 1,76 Milliarden US-Dollar (1,59 Mrd Euro) und damit elf Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Dienstag in New York mitteilte. Das verdankte der Versicherer vor allem seiner Beratungs- und Technologiesparte Optum. Analysten hatten bei den um Sonderposten bereinigten Zahlen mit einem geringeren Gewinnplus gerechnet.

Technik- und Beratungsgeschäft macht Verluste beim Obamacare-Programm mehr als wett

Für das laufende Jahr legte Konzernchef Stephen Hemsley die Latte zum zweiten Mal höher: Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie soll nun auf 7,80 bis 7,95 Dollar steigen. Zuletzt hatte die Untergrenze bei 7,75 Dollar gelegen, Analysten gingen von 7,89 Dollar aus.

Im zweiten Quartal machte Optums Technik- und Beratungsgeschäft die Verluste des Konzerns beim Obamacare-Programm mehr als wett. Optum bietet etwa Datenanalysen im Gesundheitssektor an und unterstützt Unternehmen mit Gesundheitsprogrammen für Mitarbeiter. Mit den “Obamacare”-Krankenversicherungsverträgen, die über die von US-Präsident Barack Obama initiierten staatlichen Online-Marktplätze vermittelt werden, schreibt UnitedHealth hingegen schon länger rote Zahlen und will aus dem Programm teilweise aussteigen.

Diese Verträge machen zwar nur einen kleinen Teil des UnitedHealth-Geschäfts aus, zehren aber an den Gewinnen. Auch deshalb stieg der Konzernumsatz deutlich stärker als die Ergebnisse. Im zweiten Quartal lag er mit 46,5 Milliarden Dollar rund 28 Prozent höher als ein Jahr zuvor. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Concordia Versicherungen leiten Vorstandswechsel ein

Bei den Concordia Versicherungen kündigt sich für 2020 ein Führungswechsel an: Nach über 25 Jahren, davon 18 Jahre an der Spitze der Concordia, wird Dr. Heiner Feldhaus zum 29. Februar 2020 die Leitung des Konzerns übergeben und sich in den Ruhestand verabschieden.

mehr ...

Immobilien

Wo Düsseldorf Köln beim Immobilienkauf abhängt – und umgekehrt

Welche rheinische Großstadt liegt beim Immobilienkauf vorne: Düsseldorf oder Köln? Der Baufinanzierer Hüttig & Rompf analysiert in seinem neuen Marktreport „Immobilienfinanzierung Köln / Düsseldorf“ die typischen Käufer in beiden Städten. 
mehr ...

Investmentfonds

Moventum: Defensivere Ausrichtung der Portfolios

Moventum Asset Management richtet seine Portfolios angesichts der steigenden Risiken defensiver aus. Das wurde nach der quartalsweisen Asset-Allokation-Konferenz beschlossen. „Die Weltwirtschaft wächst langsamer, das Risiko einer Rezession hat signifikant zugenommen“, sagt Sascha Werner, Portfoliomanager bei Moventum AM.

mehr ...

Berater

Zinstief drückt Bankgewinne – womöglich Strafzinsen für mehr Kunden

Das Zinstief wird zur Dauerbelastung für Deutschlands Banken und Sparkassen – und könnte bald auch zu Lasten von mehr Kunden gehen. Ein weiterer Rückgang der Gewinne der Institute in den nächsten Jahren sei “sehr wahrscheinlich”, stellten die Finanzaufsicht Bafin und die Deutsche Bundesbank am Montag fest.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

ifo Institut sieht Licht und Schatten im Klimapaket

Das ifo Institut sieht im Klimapaket Licht und Schatten. Die CO2-Bepreisung über Zertifikate sei der richtige Weg. Die Vorgabe von festen CO2-Preisen bis 2025 sei jedoch mit einem funktionierenden Zertifikatesystem unvereinbar. Ein Kommentar von Clemens Füst, Präsident des ifo Instituts.

mehr ...