Anzeige
4. Oktober 2017, 12:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

AOK: Kostenschub bei Arzneimitteln

Gesetzliche Lücken treiben aus Sicht der AOK die Arzneimittelausgaben in Deutschland immer weiter in die Höhe. Laut AOK-Arzneiverordnungsreport sind Kosten der gesetzlichen Krankenkassen in diesem Bereich im vergangenen Jahr deutlich gestiegen.

AOK: Kostenschub bei Arzneimitteln

Durch immer mehr teure Medikamenten steigen die Kosten der gesetzlichen Krankenkassen.

Wegen der Verordnung von immer mehr teuren Medikamenten stiegen die Kosten der gesetzlichen Krankenkassen in dem Bereich 2016 um 3,9 Prozent auf 38,5 Milliarden Euro, wie aus dem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten AOK-Arzneiverordnungsreport hervorgeht.

Herausgeber Ulrich Schwabe warf der Politik vor, dass geplante Regeln zur Eindämmung des konstanten Kostenanstiegs zulasten der Beitragszahler fallengelassen worden seien. So war vorgesehen gewesen, dass ältere patentgeschützte Arzneimittel ebenso wie neue auf ihren Zusatznutzen und angemessene Preise überprüft werden.

Pharmaindustrie soll Studien-Fonds finanzieren

Auch eine geplante Umsatzschwelle für neue Mittel sei nicht umgesetzt worden. AOK-Chef Martin Litsch forderte einen von der Pharmaindustrie zu finanzierenden Fonds, um damit Studien zur Wirksamkeit und den Risiken von Medikamenten zu bezahlen. Denn immer mehr Mittel würden beschleunigt zugelassen und danach nie mehr weiter in Studien überprüft.

“Das ist ein Problem, weil damit Risiken verbunden sind”, so Litsch. Der Chef der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Wolf-Dieter Ludwig, erläuterte, die Ärzte könnten ihren Patienten bei den im Schnellverfahren zugelassenen Mitteln die Sicherheit der Wirkstoffe nicht in angemessenem Ausmaß garantieren. (dpa-AFX)

Foto: Shuterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Werkstattbindung: Für DEVK kein Problem

Mehr als 2,6 Millionen Verkehrsunfälle hat die Polizei 2017 auf deutschen Straßen gezählt. Im Schadenfall wenden sich Autofahrer an die Versicherer. Wer den Unfall verursacht hat, kann sich für die Reparatur des eigenen Fahrzeugs eine Partnerwerkstatt empfehlen lassen – und so Zeit und Geld sparen, argumentiert der Kölner Versicherer DEVK. Und gibt Tipps, wie sich bei Werkstattbindung Ärger vermeiden lässt.

mehr ...

Immobilien

All In: Wohnen mit Energie-Flatrate

Wohnen wird immer teurer, steigende Energiekosten treiben die finanzielle Belastung für Mieter weiter in die Höhe. Wie können sich Mieter und Vermieter neue Gebäudetechniken zunutze machen?

Gastbeitrag von Dieter Wohler und Peter Krupinski, SPAR + BAU

mehr ...

Investmentfonds

Erster Hanf-Fonds

Wer in Hanf und seine Wirkstoffe, zum Beispiel CBD, investieren will, musste bisher die Aktien einzelner Unternehmen kaufen. Schon Anfang Dezember können Anleger, die keine einzelnen Aktien in ihren Portfolios halten wollen, in einen Hanf-Fonds investieren.

mehr ...

Berater

Ringen um Provisionsbegrenzung bei Lebensversicherungen

Verbraucherschützer fordern eine baldige Deckelung der Provisionen bei Lebensversicherungen. “Der Vorschlag des Bundesfinanzministeriums, Provisionen der Vermittler zu begrenzen, muss endlich umgesetzt werden”, sagte Versicherungsexperte Lars Gatschke vom Bundesverband der Verbraucherzentralen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Nur Augenhöhe wird erneut nicht reichen

Der Verband ZIA hat die Vorgaben des früheren BSI für Performanceberichte der Fondsanbieter als Verbandsstandard aufgehoben. Er wiederholt damit womöglich einen Fehler, den die Branche schon bei den Prospekten gemacht hat. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...