Anzeige
25. Januar 2017, 10:38
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Axa-Chef: Kein Interesse an Generali

Der französische Versicherer Axa hat weiter kein Interesse an einer großen Übernahme. Einem möglichem Kauf des italienischen Rivalen Generali, um den sich schon seit längerer Zeit und in den vergangenen Tagen wieder verstärkt Übernahmespekulationen ranken, erteilte Axa-Chef Thomas Buberl erneut eine klare Absage.

Buberl-axa in Axa-Chef: Kein Interesse an Generali

Thomas Buberl ist im vergangenen Jahr an die Spitze des französischen Versicherers Axa gerückt.

Wenn jemand den Konsolidator in der Branche spielen und den Markt aufräumen wolle, könne er das tun, sagte er am Dienstagabend bei einer Veranstaltung der “Süddeutschen Zeitung” in Bergisch Gladbach. “Unsere Strategie ist das nicht.” Er hatte bereits im vergangenen Herbst gesagt, dass der Kauf eines großen Rivalen wie der Generali oder Zurich für die Axa “überhaupt keinen Sinn” habe.

Eine große Akquisition würde auch am Finanzmarkt nicht gut angekommen. Ein führender Versicherungsanalyst habe ihn im Zusammenhang mit den neuen Gerüchten über eine Generali-Übernahme angerufen und auf Englisch gesagt: “Thomas, wenn du das tust, wirst du gekreuzigt.” Er aber wolle nicht gekreuzigt werden, sagte Buberl.

Immer wieder Spekulationen

Der deutsche Manager, der im vergangenen Jahr an die Spitze des französischen Versicherers gerückt war, sieht die Zukunft der Branche verstärkt am Rand des traditionellen Geschäfts, etwa in der Beratung der Kunden bei der Vermeidung von Risiken. Über eine Generali-Übernahme durch die Axa war im vergangenen Sommer immer wieder spekuliert worden – bis dann Buberl dem ganzen eine Absage erteilt hatte.

Dennoch kursierten am Markt immer wieder Spekulationen, dass Axa als Interessent auftreten könnte – zumal der neue Generali-Chef Philippe Donnet von den Franzosen kommt. Zuletzt zeichnete sich aber ohnehin eine andere Konstellation ab.

Intesa bestätigt Interesse

Am Dienstagabend bestätigte die italienische Großbank Intesa Sanpaolo, dass sie über ein Zusammengehen mit Generali nachdenkt. Die Spekulationen waren zuletzt durch einen Bericht der italienischen Tageszeitung “La Repubblica” hochgekocht. Der Kurs der Generali-Aktien stieg daraufhin um mehr als zehn Prozent auf den höchsten Stand seit Anfang 2016. Der Versicherer ist damit an der Börse rund 24 Milliarden Euro wert.

Das Management von Intesa prüft nach eigenen Angaben weiterhin jede Möglichkeit, die Wettbewerbssituation des eigenen Unternehmens zu verbessern. Zu den Optionen zähle auch eine Kombination mit Generali. Diese Möglichkeit werde wie weitere Alternativen derzeit von der Bankführung untersucht.

Am Wochenende hatte die Zeitung “La Stampa” bereits berichtet, Intesa wolle mit Unterstützung des deutschen Versicherers Allianz im größeren Stil bei Generali einsteigen. (dpa-AFX)

Foto: Axa

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Ich habe vor ein paar Jahren den Vostand der Generali angeschrieben und um Abhilfe in der Provisionsabrechnung gebeten. Ständig kam ein Paket mit viel Papier per Post an, die ich regelmäßig weggeschmissen habe. Keine Antwort, keine Besserung. Das Ergebnis kennen wir jetzt.

    Kommentar von Ralf-Ruediger Engelhardt — 25. Januar 2017 @ 11:37

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 08/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Emerging Markets – Altersvorsorge – Bausparen – Recruiting

Ab dem 20. Juli im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Digitalisierung: “Versicherer müssen kulturelle Hürden überwinden”

Möchten Versicherer an Schlagkraft gewinnen, müssen sie die digitale Transformation deutlich konsequenter angehen und vor allem die Managementkapazitäten zielgerichtet einsetzen. Denn bisher hat nur jede zweite Versicherung eine Digitalisierungsstrategie entwickelt.

Gastbeitrag von Stefan Geipel, zeb

mehr ...

Immobilien

Wohneigentum: Preise im Norden und Osten steigen weiter

Im zweiten Quartal 2018 haben die Immobilienpreise in Hamburg, Hannover, Berlin und Dresden angezogen – wenn auch mit unterschiedlicher Dynamik. Welche Besonderheiten sich daraus für die Finanzierung ergeben, erklärt Frank Lösche, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Hamburg.

mehr ...

Investmentfonds

Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank

Der US-Präsident sagt mitunter Dinge, die er besser für sich behalten sollte. Diesmal rüffelt er die unabhängige Notenbank Fed, weil diese die Leitzinsen erhöht hat. Seine Sprecherin muss es wieder richten.

mehr ...

Berater

Grundfähigkeiten: Essenziell und schützenswert

Für die meisten von uns ist der Beruf nicht nur die Basis des Lebensunterhalts, sondern auch ein wichtiger Pfeiler der Identität. Kein Wunder also, dass die Absicherung der Arbeitskraft eine höchst individuelle Angelegenheit ist und deshalb von so gut wie allen Experten empfohlen wird.

Die Wald-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

DFV kauft Hotel für weiteren Publikumsfonds

Die DFV Deutsche Fondsvermögen GmbH, eine Tochtergesellschaft der Immac Holding, hat das Rilano Hotel in Oberursel erworben. Es soll Objekt eines weiteren alternativen Investmentfonds (AIF) werden.

mehr ...

Recht

Unerlaubte Geschäfte: Zieht Olaf Scholz die Zügel an?

Die Anzahl der Verfügungen der Finanzaufsicht BaFin wegen unerlaubter Geschäfte hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Die Gesamtzahl des Jahres 2017 wurde bereits überschritten.

mehr ...