Anzeige
20. September 2017, 15:28
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

EU-Kommission: Keine Fusion von Banken- und Versicherungsaufsicht

Die EU-Kommission will die Aufsicht über die Finanzmärkte enger verzahnen, lehnt aber die von Deutschland vorgeschlagene Verschmelzung der europäischen Versicherungs- mit der Bankenaufsicht ab.

EU-Kommission: Keine Fusion von Banken- und Versicherungsaufsicht

Die EU-Kommission will die Aufsicht über die Finanzmärkte enger verzahnen.

Das bisherige System dreier getrennter Aufsichtsbehörden für Banken, Versicherungen und Wertpapiermärkte werde beibehalten, sagte Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis am Mittwoch in Brüssel. Seine Vorschläge zielen auf eine stärkere Koordinierung der Aufsicht und eine einheitlichere Umsetzung der einschlägigen EU-Vorschriften.

Das höre sich alles sehr technisch an, räumte Dombrovskis ein. Aber letztlich profitierten von gefestigten und stärker vernetzten Kapitalmärkten neben Anlegern und Unternehmen auch die Verbraucher. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte die Fusion der in Frankfurt ansässigen Versicherungsaufsicht EIOPA mit der Bankenaufsicht EBA ins Gespräch gebracht.

Standort-Entscheidung soll im November fallen

Letztere soll nach dem EU-Austritt Großbritanniens in ein anderes EU-Land umziehen. Frankfurt bewirbt sich als neuer Standort. Ob die Chancen der Main-Metropole nach der Absage an die Fusion sinken, wollte Dombrovskis nicht sagen. Die Standort-Entscheidung soll im November fallen. Empfehlungen für eine Vorauswahl nach festgelegten Kriterien gibt die Kommission bis Ende September.

Die EU hatte nach der Weltfinanzkrise 2008 eine einheitliche Regulierung beschlossen und die drei Aufsichtsbehörden gegründet – neben der EBA und der EIOPA auch die Wertpapieraufsicht ESMA in Paris. Nun würden Mandate, Lenkungsstruktur und Finanzierung der drei Behörden verbessert, sagte Dombrovskis.

ESMA mit erweiterten Kompetenzen

Die Behörden sollten unabhängiger von nationalen Interessen entscheiden. Ihre Finanzierung werde von der nationaler Aufsichtsbehörden gelöst. Ein Teil komme weiter aus EU-Mitteln, der Rest aus Beiträgen des Finanzsektors.

Die ESMA soll erweiterte Kompetenzen zur direkten Aufsicht über Teile des Kapitalmarkts und zur Koordinierung von Untersuchungen bei Marktmissbrauchsfällen bekommen. Die EIOPA soll unter anderem mit einheitlicheren Vorgaben für die Unternehmen die Aufsicht über grenzüberschreitende Versicherungsgruppen verbessern. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...