KKH: Abrechnungsbetrug hält trotz Anti-Korruptionsgesetzes an

Trotz des neuen Anti-Korruptionsgesetzes im Gesundheitswesen hat die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) im vergangenen Jahr erneut Hunderte Betrugsfälle mit Millionenschaden aufgedeckt. Die höchste Schadensumme verursachten 2016 wie auch im Vorjahr Apotheken mit knapp 1,2 Millionen Euro, gefolgt von ambulanten Pflegediensten.

KKH-Chef Ingo Kailuweit
KKH-Chef Ingo Kailuweit

Der Gesamtschaden bei 810 entdeckten Fällen summierte sich 2016 auf 1,8 Millionen Euro, teilte die KKH am Mittwoch in Hannover mit. Im Jahr davor waren es bundesweit 287 Fälle mit einem Schaden von 1,4 Millionen Euro gewesen.

Da das Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen erst im Juni 2016 in Kraft getreten sei, sei es für konkrete Aussagen über die Wirksamkeit noch zu früh, sagte KKH-Chef Ingo Kailuweit. „Wir freuen uns darüber, dass wir uns dank des Gesetzes jetzt intensiv mit Staatsanwaltschaften und Ärztevertretern über das Thema Korruption austauschen können.“ (dpa-AFX)

Foto: KKH

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