1. August 2017, 12:15
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Rückkehr in die GKV für Rentner mit Kindern erleichtert

Seit 1. August können privat krankenversicherte Rentner leichter zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln – vorausgesetzt, sie haben Kinder. Dies meldet die “Süddeutsche Zeitung.” Nach Schätzung des Blattes dürften derzeit knapp 800.000 Rentner in Deutschland privat versichert sein. 

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Pflichtversichert sind Rentner nur dann, wenn sie in der zweiten Hälfte ihres Erwerbslebens mindestens 90 Prozent der Zeit in einer gesetzliche Krankenkasse versichert waren.

Auch für freiwillig gesetzlich krankenversicherte Rentner seien die Hürden für einen Wechsel in die gesetzliche Pflichtversicherung niedriger geworden. Entscheidend für die Gesetzesänderung, die die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung neu regelt, sei dieser Satz: “Auf die … erforderliche Mitgliedszeit wird für jedes Kind, Stiefkind oder Pflegekind eine Zeit von drei Jahren angerechnet.”

Ob man zur Gruppe der pflichtversicherten Rentner gehört, hänge von der Vorversicherungszeit ab, so die “Süddeutsche”: Pflichtversichert seien Rentner nur dann, wenn sie in der zweiten Hälfte ihres Erwerbslebens mindestens 90 Prozent der Zeit in einer gesetzliche Krankenkasse versichert waren. Für diese Regelung ließen sich nun die Kinderzeiten nutzen.

“Prüfen lassen, ob sich Wechsel lohnt”

“Wer unter den hohen Prämien für die PKV leidet und Kinder hat, sollte prüfen lassen, ob ein Wechsel möglich ist. Je mehr Kinder, desto besser die Chancen”, zitiert das Blatt Marina Herbrich, Präsidentin des Bundesverbands der Rentenberater. (kb)

Foto: Shutterstock

4 Kommentare

  1. Da kann ich dem Kommentar von Rainer Zufall nur zustimmen. Bevor man solche Informationen schreibt und das auch noch plakativ in der Überschrift, wäre eine solide Recherche angebracht!! EIn Wechsel von der PKV in die GKV auf Grund dieser Gesetzesänderung wird damit nicht ausgelöst!!!

    Kommentar von Stefanie Vogel — 2. August 2017 @ 13:29

  2. Die meisten privat versicherten Rentner sind froh, so versichert zu sein. Im Alter steigen die Ansprüche an die Krankenkassen überproportional und das ist man heilfroh, Privatpatient zu sein. Zumal der freiwillig in der GKV versicherte Rentner oft einen höheren Beitrag zahlt, als der privat Versicherte. Weil der GKV-Rentner noch Beiträge auf Einkommen aus Vermietung, Kapital und betrieblicher Altersversorgung zahlen muss. Das wird alles immer gerne unter den Tisch gekehrt.

    Kommentar von Volker T. Fleischhauer — 2. August 2017 @ 13:19

  3. nur zur Vertiefung: siehe SGB V § 6 Abs 3b (Altersgrenze 55), SGB V § 10 (Anforderungen an Familienversicherung), Merkblatt Deutsche Rentenversicherung R 0815

    Kommentar von Rainer Zufall — 2. August 2017 @ 11:30

  4. Sorry, aber das ist fachlich unzutreffende, die Neuregelung betrifft nur Rentner, die aufgrund fehlender Vorversicherungszeiten (9/10-Regelung) freiwillig GKV-versichert sind und jetzt prüfen sollten, ob sie eventuell doch Mitglieder der KVdR werden könnten. Für privat krankenversicherte Rentner hat sich nichts geändert!

    Kommentar von Rainer Zufall — 2. August 2017 @ 09:17

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