3. Januar 2017, 14:41
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SBU: IVFP kürt die Top-Tarife

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat die selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen (SBU) der deutschen Versicherer einem Rating unterzogen.

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In dem Rating wurden 38 BU-Tarife von 37 Anbietern anhand von 85 Kriterien in vier Teilbereichen untersucht.

Neben der Implementierung der Unternehmensqualität bei der Beurteilung der einzelnen BU-Tarife wurden zusätzlich verschiedenste Fallkonstruktionen von Musterfällen untersucht. Der Gedanke dahinter ist laut IVFP, einen Querschnitt durch die Preispolitik der Versicherer zu bilden und somit eine realistisches Bild bei den Berechnungen zu erhalten, auch mit vermeintlich “schlechten Risiken”.

Die Parameter “Verzicht auf eine abstrakte Verweisbarkeit bei Erstprüfung der BU”, “Beitragsverrechnung” als Überschussverwendung, “keine Vorerkrankungen” sowie eine Leistung bei einem “BU-Grad von mindestens 50 Prozent” seien dabei immer vorgegeben.

In dem Rating wurden 38 Tarife von 37 Anbietern anhand von 85 Kriterien in vier Teilbereichen (Unternehmensqualität, Preis/Leistung, Flexibilität sowie Transparenz) untersucht.

Bezahlbare Tarife für handwerkliche Berufe

Das Hauptaugenmerk lag laut IVFP auf dem Teilbereich Preis/Leistung, der mit 50 Prozent am höchsten gewichtet wurde. Bei den Berechnungen der einzelnen Fallbeispiele konnte laut IVFP eine große Spannbreite zwischen günstigen und teuren Tarifen festgestellt werden. Auch werde verdeutlicht, dass es für handwerkliche Berufe durchaus bezahlbare Tarife im Angebot der Versicherer gibt.

Der Teilbereich Unternehmensqualität floss mit 20 Prozent ein, um den Aspekten Sicherheit und Stabilität Rechnung zu tragen. Flexibilität und Transparenz wurden mit 20 Prozent bzw. zehn Prozent berücksichtigt.

Die Top-Tarife im Überblick:

Tabelle in SBU: IVFP kürt die Top-Tarife(kb)

Foto: Shutterstock

Tabelle: IVFP

4 Kommentare

  1. Einen ähnlichen Tarif bietet HDI als Ego Young KL7PL mit Optionsrechten an, allerdings ist die BU – Rente mit 65 beendet und nicht lebenslang . Eine lebenslange BU – Rente halte ich für ziemlich komplex, denn es stellt sich dann ja die Frage der Besteuerung , denn nach §55 EStDV wird die BU – Rente danach besteuert zu welchem Zeitpunkt der Leistungsfall eingetreten ist und wie lange die Leistungsdauer ist. Je früher der Eintritt, desto höher der zu versteuernde Einkommensanteil. Sehr häufig wird bei der Bedarfsberechnung die steuerliche Komponente vernachlässigt oder sogar vergessen.
    Der große Nachteil dieser Tarife ist, dass man als Kunde oftmals nicht weiß, dass die BU – Versicherung nur dann einspringt, wenn der BU – Fall beispielsweise vor 40 eingetreten ist. Tritt der Schaden aber nach 40 ein ist die Versicherung abgelaufen und daher leistungsfrei ! Hier schlummert für den Makler ein erhebliches Haftungsrisiko, denn diese ” Aussschnittsdeckung” !! sollte er rechtzeitig erkennen und den Kunden schriftlich auf sein Optionsrecht und mögliche Folgen hinweisen diese Versicherung in einen ” Normaltarif ” umzuwandeln.
    Sicherlich sind die Versicherungsgesellschaften ebenfalls aufgefordert den Kunden rechtzeitig über die Ausübung der Optionsrechte zu informieren, aber ob man aus heutiger Sicht damit rechnen kann, dass ein Sachbearbeiter die Regelungen von alten Tarifwerken noch kennt ist aus der täglichen Praxis doch stark anzuzweifeln.
    Diese Tarife verlangen vom Makler ein hohes Maß an langfristiger Betreuungsqualität. Dies insbesondere dann , wenn Bestände ge / verkauft werden.

    Kommentar von Uwe Hummel — 5. Januar 2017 @ 13:50

  2. mit lebenslangen Leistungen? Wobei ich mir die Bemerkung erlauben darf, dass die Bestimmung bei Generali nicht wirklich zu den klarsten am deutschen Markt zählen. Vielleicht war sie auch deshalb bezahlbar:-). wünsche ein gutes und erfolgreiches neues Jahr

    Kommentar von Frank Dietrich — 4. Januar 2017 @ 11:12

  3. Bis 31.12.2015 konnte man noch bei der Generali eine bezahlbare selbstständige BU mit lebenslangen Leistungen vermitteln, wenn der BU-Fall vor dem 40. Lebensjahr eintrat und ununterbrochen bis zum Endalter fortbestand. Eine vergleichbare, bezahlbare Leistung finde ich auf dem Versicherungsmarkt leider nicht mehr. Schade.

    Kommentar von Ralf-Rüdiger Engelhardt — 4. Januar 2017 @ 11:04

  4. und es waren dann wohl wieder nicht allein die Bestimmungen, die den Nutzen darstellen, als geratet wurde. Wo liegt dann der Verbraucher-Sinn?

    Kommentar von Frank Dietrich — 3. Januar 2017 @ 16:52

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