28. März 2017, 10:23
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Selbständige: Defizite bei der Altersabsicherung

Nur 20 Prozent der Selbständigen in Deutschland sind davon überzeugt, im Ruhestand komfortabel leben zu können. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Versicherers Aegon.

Shutterstock 382064023 in Selbständige: Defizite bei der Altersabsicherung

Bei vielen Selbständigen kommt die persönliche Vorsorge laut Aegon-Studie derzeit zu kurz.

Damit liegt Deutschland unter dem internationalen Durchschnitt von 26 Prozent. Mehr als die Hälfte der deutschen Selbstständigen (52 Prozent) geht laut Studie davon aus, beim Eintritt in den Ruhestand älter als 65 zu sein. Ein Teil rechnet sogar damit, niemals in den Ruhestand zu treten.

“Da sie in der Regel weder in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen noch in den Genuss arbeitgebergeförderter Altersvorsorgeleistungen kommen, müssen sich Selbstständige besonders sorgfältig mit ihrer Ruhestandsplanung befassen”, so Catherine Collinson, Geschäftsführerin des Aegon Center for Longevity and Retirement. “Für die meisten Selbständigen ist die Ruhestandsplanung ein langwieriger Prozess mit viel Eigenverantwortung, den viele scheuen.”

Angesichts des derzeitigen Niedrigzinsumfelds und vor dem Hintergrund, dass der Zugang zu gesetzlichen Vorsorgemodellen in Deutschland unterschiedlich geregelt ist, komme bei vielen Selbständigen die persönliche Vorsorge zu kurz.

44 Prozent haben einen Plan B

Laut Studie fühlen sich im weltweiten Durchschnitt 75 Prozent der Selbständigen (Deutschland: 82 Prozent) für die finanzielle Absicherung ihres Ruhestands verantwortlich. Dennoch bezeichnen sich weltweit nur 34 Prozent als Gewohnheitssparer (Deutschland: 40 Prozent), unter den Einzelunternehmern sind es sogar nur 29 Prozent.

Zudem verfügt nur jeder zehnte Befragte in Deutschland über eine schriftlich fixierte Strategie zur finanziellen Absicherung im Ruhestand. Allerdings haben immerhin 44 Prozent einen Plan B für den Fall, bereits vor dem geplanten Eintritt in den Ruhestand nicht mehr arbeiten zu können.

Für die Studie wurden 17.600 Arbeitnehmer und Selbständige in 15 Ländern weltweit befragt. (kb)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

DISQ: Die besten Kfz-Versicherer

Und es gibt erhebliche Preis-Leistungs-Unterschiede in der Kfz-Versicherung. Im Idealfall lassen sich bis zu 80 Prozent einsparen. Das zeigt das neue DISQ-Rating unter 27 Kfz-Versicherern, darunter 19 Filial- sowie acht Direktversicherer. Drei Einzeltarife erhielten ein „sehr gut“. Auf Platz eins kamen der Marktführer HUK-Coburg und  der Direktversicherer CosmosDirekt.

mehr ...

Immobilien

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Investmentfonds

Candriam erweitert Team für Schwellenländeraktien

Candriam holt Galina Besedina als Senior Emerging Markets Equity Analystin und Portfoliomanagerin. Besedina berichtet direkt an Jan Boudewijns, Head of Emerging Markets Equity. Sie verfügt über mehr als 13 Jahre Berufserfahrung und ergänzt das seit 1994 bestehende Kernteam in Paris. Candriam verwaltet im Bereich der Schwellenländeraktien derzeit ein Vermögen von mehr als 2,5 Milliarden Euro.

mehr ...

Berater

Plansecur-Messe 2020 komplett digital

Die Finanzberatungsgruppe Plansecur lädt zu ihrer coronabedingt ersten virtuellen Finanzplanungsmesse ein. Auf der ausschließlich für geladene Berater und Partner geöffneten Online-Veranstaltung werden rund 400 Teilnehmer erwartet.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Negative Zinsen auch im Immobilienbereich nicht mehr ausgeschlossen”

Die Perspektiven für den deutschen Wohnimmobilienmarkt sind günstig, auch wegen der weiter gesunkenen Zinsen. Dieses Bild zeichnete Prof. Dr. Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) anlässlich einer Online-Konferenz der Project Unternehmensgruppe. 

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...