7. September 2017, 09:25
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Techniker Krankenkasse: Bessere Patientensteuerung durch Portalpraxen

Zur besseren Patientensteuerung soll nach den Vorstellungen der Techniker Krankenkasse (TK) an allen Krankenhäusern als Teil der Notaufnahme sogenannte Portalpraxen errichtet werden. Diese sollen unter anderem die Notaufnahmen entlasten.

Techniker Krankenkasse: Bessere Patientensteuerung durch Portalpraxen

In den Portalpraxen soll medizinisches Fachpersonal den Behandlungsbedarf der Patienten beurteilen.

“Diese sollten dann rund um die Uhr die zentrale Anlaufstelle für alle Notfallpatienten sein”, sagte Jörg Manthey, Leiter des TK-Fachreferats stationäre Versorgung. In diesen Portalpraxen solle dann medizinisches Fachpersonal den Behandlungsbedarf beurteilen und den Patienten in die richtige Versorgungsstruktur weiterleiten, also entweder zu einem niedergelassenen Arzt oder ins Krankenhaus.

Eine solche koordinierte Notfallversorgung könnte ein Baustein sein, die Notaufnahmen zu entlasten.

Teil dieses Konzepts seien gemeinsame Rettungsleitstellen für die Rufnummern 112 und 116117. Außerdem sei es erforderlich, die Beurteilungs- und Entscheidungskompetenz der Patienten hinsichtlich des eigenen Gesundheitszustandes zu verbessern. Hier sei der Gesetzgeber gefragt, so die TK.

Unnötige Doppelstrukturen sollen vermieden werden

Eine weitere Chance Patienten zu unterstützen, die sich ohne echten Notfall in die Ambulanz begeben, sei der Ausbau der Telemedizin. Besonders im ländlichen Raum helfen digitale Angebote, die ärztliche Betreuung sicherzustellen.

Am Donnerstag findet in Berlin ein Werkstattgespräch des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR) zu Thema Notfallversorgung statt. Daran nimmt auch Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) teil.

Auch die Kassenärzte hatten vor kurzem angekündigt, zur besseren Versorgung von Notfallpatienten enger mit den Krankenhäusern zusammenarbeiten zu wollen. Bereitschaftsdienste der niedergelassenen Ärzte und Notfallambulanzen der Kliniken sollten dabei so aufeinander abgestimmt werden, dass unnötige Doppelstrukturen vermieden würden. Dazu müsse den Patienten endlich die Bereitschaftsnummer 116117 der niedergelassenen Ärzte bekannter gemacht werden. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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