US-Geschäft: Kapitalerleichterungen für Rückversicherer

Europas Rückversicherungsbranche kann sich auf einfachere Geschäfte in den USA einstellen. Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union haben sich nach mehr als zwanzigjährigen Verhandlungen auf den Wegfall von Vorschriften geeinigt.

Im vergangenen Jahr hatten die Verhandlungsführer ihre Bemühungen um eine Lösung verstärkt.
Im vergangenen Jahr hatten die Verhandlungsführer ihre Bemühungen um eine Lösung verstärkt.

Diesen zufolge mussten europäische Rückversicherer wie Munich Re , Hannover Rück und Scor für Geschäfte in den USA gesondert Kapital vorhalten. Wie die EU-Kommission bei der Bekanntgabe der Einigung am Freitag mitteilte, werden dadurch rund 40 Milliarden US-Dollar (37,6 Milliarden Euro) frei.

„Das ist ein großer Deal, von dem Versicherer, Rückversicherer und Kunden auf beiden Seiten des Atlantiks profitieren werden“, sagte EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis. Die Lösung sei für beide Seiten ein Gewinn. Die Unternehmen könnten jetzt mehr investieren. Der Behörde zufolge kostete die Bereitstellung des Kapitals die Rückversicherer aus der EU bisher jedes Jahr etwa 400 Millionen Dollar.

Einigung kurz vor Amtsantritt von Trump

In Brüssel war das Problem bereits vor Jahrzehnten erkannt worden. Im vergangenen Jahr hatten die Verhandlungsführer ihre Bemühungen um eine Lösung verstärkt. Die Einigung gelang nun wenige Tage vor dem Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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