Anzeige
13. Juni 2017, 14:23
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Weniger Unfälle, aber teurere Reparaturen bei autonomen Autos

Die deutsche Versicherungswirtschaft rechnet für die kommenden Jahre nur mit einem überschaubaren Effekt autonom fahrender Autos auf ihr Geschäft. Die Zahl der Unfälle werde zwar sinken – aber zugleich würden einzelne Reparaturen teurer, wenn in den Fahrzeugen komplexere Technik steckt. Das ergab eine Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Shutterstock 589274351 in Weniger Unfälle, aber teurere Reparaturen bei autonomen Autos

Entwickler von Technologien für selbstfahrende Autos verweisen auf Zahlen, wonach rund 90 Prozent der Unfälle im Straßenverkehr auf menschliche Fehler zurückgehen.

Zugleich hätten Assistenzsysteme grundsätzlich keinen Einfluss auf Schäden wie Steinschlag oder Hagel. Und zum Beispiel bei der Kasko-Versicherung mache dies sogar den Großteil der Schäden aus, sagte am Dienstag Jürgen Redlich, der beim GDV den Bereich Kfz-Technik, Betrieb und Schaden leitet.

Der GDV-Prognose zufolge werden dank der neuen Systeme die Entschädigungsleistungen der Kfz-Versicherer bis 2035 im Vergleich zum Jahr 2015 um sieben bis 15 Prozent sinken. Die Inflationskosten seien dabei noch nicht eingerechnet worden. 2015 hatten die Versicherer laut GDV Schäden von etwa 22 Milliarden Euro reguliert.

Bestand muss erst umgewälzt werden

Entwickler von Technologien für selbstfahrende Autos verweisen oft auf Zahlen, wonach rund 90 Prozent der Unfälle im Straßenverkehr auf menschliche Fehler zurückgehen. Ihr erklärtes Ziel ist daher, Unfälle – und vor allem solche mit Todesfolge – weitgehend zu vermeiden.

GDV-Experte Redlich verweist aber darauf, dass es Jahre dauern werde, bis sich die Technologien im Alltag ausgebreitet haben. “Wir haben einen Bestand von 40 Millionen Fahrzeugen, der erst umgewälzt werden muss.” (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Insurtech Hepster bietet situative Versicherungen für Generation-Smartphone

Die Digitalisierung nimmt Einfluss auf immer mehr Lebensbereiche und Dienstleistungen. Mobile Endgeräte sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

mehr ...

Immobilien

Raus aus der Stadt: Immobilienkäufer suchen verstärkt im Umland

In den deutschen Metropolen ist bezahlbarer Wohnraum immer schwieriger zu finden. Immer mehr Immobilienkäufer weichen daher nach einer Analyse von Immowelt in die Speckgürtel aus, da dort die Preise noch niedriger sind. Am stärksten zeige sich diese Entwicklung in Berlin, Stuttgart und Frankfurt.

mehr ...

Investmentfonds

Deutlicher Konjunkturabschwung in 2019

Spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2018 wird die Weltwirtschaft langsamer wachsen, davon ist das Feri Institut überzeugt. Obwohl Deutschland eine Sonderstellung habe, komme es auch hier zum Abschwung. Warum sich die Konjunktur abkühlen wird:

mehr ...

Berater

EZB gewährt Deutscher Bank bei Postbank-Einlagen mehr Spielraum

Die Deutsche Bank hat bei der Integration ihrer Tochter Postbank in das Privat- und Firmenkundengeschäft des Konzerns ein Problem weniger. Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) gewährten Deutschlands größtem Geldhaus mehr Spielraum bei der Verwendung von Einlagen und Liquidität.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzen: Fragen an die Bundesregierung

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage zu Container- und Schiffsfinanzierungen an die Bundesregierung gestellt. Ein Teil der Fragen entfällt auf die Causa P&R.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...