Anzeige
2. Februar 2018, 07:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Individualisierte Versicherungstarife sind in, Übermittlung persönlicher Daten ist out

Die Möglichkeit, Versicherungstarife auf ihre speziellen Risiken zuschneiden zu lassen, sehen 58 Prozent der Deutschen als Vorteil. Bislang nutzt aber nur etwa jeder 25. Versicherte hierzulande einen Tarif, dessen Beitragshöhe er durch eigenes Handeln beeinflussen kann. Das ergan eine Umfrage des Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Softwareherstellers Adcubum und der Versicherungsforen Leipzig.

Trend in Individualisierte Versicherungstarife sind in, Übermittlung persönlicher Daten ist out

Maßgeschneiderte Kundenlösungen sind im Segment Versicherungen mehr denn je gefragt.

Wer einen Neuwagen erwirbt, kann die Komponenten seines Fahrzeugs individuell wählen. Vergleichbare Produkt-Konfiguratoren gibt es auch für die Käufer von Fahrrädern oder Möbeln, und selbst Müslimischungen lassen sich nach Gusto kreieren. Auch im Versicherungsbereich sind maßgeschneiderte Tarife gefragt: 58 Prozent der Bundesbürger sprechen sich für individualisierte Versicherungsprodukte aus.

Baukastensysteme mit kleinen Produktbausteinen

“Die Umfrage zeigt, dass die Bundesbürger reif sind für Policen, die auf ihre Lebenssituation und ihre persönlichen Risiken abgestimmt sind. Sie interessieren sich vor allem für Baukastensysteme mit kleinen Produktbausteinen. Was beim Autokauf selbstverständlich ist, sollte auch in der Assekuranz Routine werden”, erläutert Michael Süß, Geschäftsführer der Adcubum Deutschland GmbH. “Die Freigabe von Verhaltensdaten zur Ermittlung individueller Tarife gewinnt ebenfalls an Bedeutung, wenngleich die Teilnehmer dies noch etwas skeptischer sehen.”

Nur Minderheit für Offenlegung von Verhaltensdetails

So möchten 31 Prozent der Befragten die Möglichkeit haben, eine Versicherung aus verschiedenen Bausteinen zusammenzustellen. Sie lehnen es jedoch ab, ihren Tarif über persönliche Informationen wie etwa Smart-Home-, Fahr- und Fitness-Daten zu individualisieren. Neun Prozent der Bundesbürger würden Verhaltensdetails preisgeben, um einen Versicherungsbeitrag zu zahlen, der ihrem Risiko entspricht, und 14 Prozent würden beide Varianten nutzen, wenn sie dafür ein besseres Angebot erhalten.

Das gilt jedoch nur theoretisch – bislang haben all diese Befragten keine Verträge abgeschlossen. Nur vier Prozent der Umfrageteilnehmer nutzen bereits einen Tarif, dessen Beitrag sie durch ihr Verhalten beeinflussen können. Ein Beispiel dafür sind die Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung, bei denen gutes Fahrverhalten belohnt wird.

“All-Risk-Versicherung” sehr gefragt

Die Umfrage ergibt zudem, dass circa jeder vierte Bundesbürger anstelle seiner einzelnen Verträge im Kranken-, Lebens- und Sachbereich lieber eine Komplett-Versicherung, eine sogenannte “All-Risk-Versicherung” hätte, mit der er sämtliche Dinge und Risiken absichern kann. Befragt nach der Preisbereitschaft, zeigt sich, dass geringere monatliche Beiträge und ein damit verbundener höherer Selbstbehalt von den Interessierten bevorzugt werden. (fm)

Foto: Shutterstock

 

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 09/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

PKV – Nachhaltige Geldanlage – Wohnen auf Zeit – Hitliste der Maklerpools

Ab dem 16. August im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Olaf Scholz’ Rentenpläne: Für DIA eine “unverantwortliche Vorfestlegung”

Die rentenpolitischen Überlegungen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz sorgen für deutlichen Widerspruch. Nachdem sich bereits Union und Grüne heftig über den Vorschlag echauffierten, warnt nun das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) deutlich vor Steuererhöhungen zur Finanzierung der künftigen Renten.

mehr ...

Immobilien

LBS: Nur jeder dritte Immobilienkäufer zahlt Maklergebühr

Der Kauf einer Immobilie ist mit einer Reihe von Nebenkosten verbunden. In jedem dritten Fall wird nach einer Analyse der LBS neben der Grunderwerbsteuer auch Maklergebühr fällig. Ist die Vergütung gerechtfertigt?

mehr ...

Investmentfonds

Absolute-Return-Strategien verlieren relativ an Bedeutung

Die Nachfrage nach Absolute-Return-Strategien und alternativen UCITS-Fonds wächst kontinuierlich und damit auch das von ihnen verwaltete Kapital. Das sind Ergebnisse einer Studie von Lupus alpha, die auch aufdeckt, warum klassiche Absolute-Return-Fonds relativ an Bedeutung verlieren, obwohl auch sie wachsen:

mehr ...

Berater

Firmenkunden erwarten digitale Lösungen

80 Prozent der kleinen Unternehmen und Gewerbekunden in Deutschland nutzen inzwischen Online-Banking. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Star Finanz, einem Anbieter von Online- und Mobile-Banking-Lösungen. Bei Star Finanz wird erwartet, dass sich der Digitalisierungsgrad im Firmenkundengeschäft weiter erhöhen wird. 

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Zweitmarkt-Schuldverschreibung von Secundus

Die Secundus Erste Beteiligungsgesellschaft mbH emittiert das „SubstanzPortfolio 3“. Investiert wird unter anderem in Zweitmarktanteile der Anlageklassen Immobilien, Schiffe, Flugzeuge, Erneuerbare Energien und Private Equity/Infrastruktur.

mehr ...

Recht

Umsatzsteuerkartell aufgeflogen – Betrug im größten Stil

Jahrelang wurde ermittelt. Nun wird ein Riesenerfolg im Kampf gegen Steuerhinterziehung vermeldet. Die Betrüger hatten es auf einen begehrten Rohstoff abgesehen. Der Schaden könnte mehrere 100 Millionen Euro betragen.

mehr ...