12. September 2018, 11:49
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“KI krempelt die Versicherungsbranche um”

Automatisierte Bearbeitung von Versicherungsfällen, Schadensregulierung per App und Robo-Advisor: Künstliche Intelligenz (KI) modernisiert die Versicherungsbranche in vielerlei Hinsicht. Doch noch ist die Technologie nur in Teilbereichen einsetzbar.

Gastbeitrag von Dr. Oliver Wick, Uniserv

KI krempelt die Versicherungsbranche um

Kundendaten sind das neue Gold der Versicherer. Dank künstlicher Intelligenz lassen sich die Daten nun auch gezielt auswerten.

Das Wissen um die Bedürfnisse und Risikoeinstellungen verschiedener Zielgruppen war schon immer das A und O, um erfolgreich Versicherungsprodukte zu entwickeln. Und basierend auf dieser Expertise werden beispielsweise Schadensmodelle und Tarife berechnet.

Doch dazu müssen Versicherungsunternehmen eine Vielzahl an kundenbezogenen Daten verarbeiten. Um die Datenverarbeitung hierbei zu verbessern, setzen immer mehr Versicherer auf moderne Technologien.

So sind laut einer Accenture-Studie 90 Prozent der deutschen Versicherungsmanager davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz (KI) den Weg, wie Versicherer Kundeninformationen gewinnen und mit Kunden interagieren, revolutionieren wird.

Schneller und besser als der Mensch

Das Potenzial dazu hat KI allemal. Die lernfähigen Algorithmen, die eine KI ausmachen, können sämtliche Daten in Sekundenbruchteilen nach vorgeschriebenen Mustern verarbeiten und analysieren – um ein Vielfaches schneller und besser als der Mensch.

Sie können außerdem psychografische Kriterien wie Lebensstil und Risikobereitschaft, Motive, aber auch Kundenzufriedenheit, Serviceaffinität und Bedürfnisse erkennen, die menschlichen Analysefähigkeiten vielleicht verborgen bleiben. Ebenso ist KI in der Lage, Zusammenhänge festzustellen, Informationen zu bewerten und Prognosen abzuleiten.

Ein zentrales Einsatzfeld für KI in der Versicherungsbranche ist Robotic Process Automation. Dabei werden bestimmte Prozesse im Versicherungswesen von roboter- oder softwaregestützten Systemen autonom übernommen.

Seite zwei: Zurich setzt seit 2015 auf KI

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