12. November 2018, 05:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Politik verteilt ohne Not steuerfinanzierte Sozialgeschenke”

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) kritisiert das vom Bundestag verabschiedete Rentenpaket als viel zu teuer und nicht bedarfsgerecht.

BVK-Heinz in Politik verteilt ohne Not steuerfinanzierte Sozialgeschenke

Michael H. Heinz, BVK, sieht in dem Rentenpaket eine Belastung der nachwachsenden Generation.

“Das Credo der sogenannten doppelten Haltelinie von 48 Prozent des Durchschnittslohns als Rentenhöhe und 20 Prozent Rentenbeitragssatz bis 2025 wird die Steuerzahler jährlich einige Milliarden Euro kosten”, sagt BVK-Präsident Michael H. Heinz. “Damit verteilt die Politik ohne Not steuerfinanzierte Sozialgeschenke und belastet zusätzlich die Arbeitgeber und Beitragszahler.”

Empfehlung der Rentenkommission nicht abgewartet

Nach Ansicht des BVK hätte es den politischen Entscheidungsträgern gut angestanden, erst einmal die Empfehlungen der Rentenkommission “Verlässlicher Generationenvertrag” bis März 2020 abzuwarten, bevor ein so weitreichender Beschluss gefasst wurde. Die jetzt beschlossene Rentenreform ist zudem kurzsichtig und teuer. Denn in den nächsten Jahren, wenn die Babyboomer-Generation in Rente gehen wird, muss das jetzt gesetzte Rentenniveau aus Steuermitteln und Rentenbeiträgen mit Milliarden Euro finanziert werden. Damit belastet wird vorwiegend die nachwachsende Generation.

Eigenverantwortung des Beitragszahlers nicht honoriert

Der BVK spricht sich daher für eine Stärkung privater Altersvorsorge aus, für die die Versicherungsvermittler Experten sind. “Diese Marschrichtung wäre zukunftsgerichtet und nachhaltig und würde auch den sozialpolitischen Auftrag unseres Berufsstandes anerkennen”, betont der BVK-Präsident. “Außerdem würde die Eigenverantwortung der Beitragszahler honoriert, und durch die Entlastung der Arbeitgeber könnten beschäftigungspolitische Impulse gegeben werden.”

Foto: BVK

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Wenig Chancen für Online-Vertrieb von Cyber-Versicherungen

Der Vertrieb von Cyber-Versicherungen bleibt eine Herausforderung für deren Anbieter. Es ist häufig ein aktiver, beratender Vertrieb gefragt. Zudem besteht Unsicherheit über die Auskömmlichkeit der Prämien sowie den Reifegrad der Bedingungswerke. Die Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistern für IT-Forensik, Rechtsberatung und Krisenkommunikation ist wichtig, aber noch im Aufbau, ergab jetzt eine Studie von Assekurata.

mehr ...

Immobilien

Wo die eigene Wohnung (un-)erschwinglich ist

Eine Eigentumswohnung zu kaufen, ist für die meisten Menschen in vielen Metropolen der Welt kaum noch möglich. Die Schweizer UBS-Bank hat nun ausgewertet, wie viele Jahre lokale Fachkräfte arbeiten müssten, um sich eine zentrumsnahe Wohnung in ausgewählten Städten weltweit kaufen zu können – mit folgendem Ergebnis.

mehr ...

Investmentfonds

Nachhaltiges Investieren: Der Überzeugung folgen keine Taten

Viele Anleger wollen nachhaltig investieren – wenn es jedoch darum geht, es tatsächlich zu tun, hört der gute Wille oft auf. Das zeigt die Schroders Global Investor Study 2019, für die der britische Asset Manager mehr als 25.000 Anleger aus 32 Märkten weltweit befragt hat.

mehr ...
16.10.2019

Berater der Zukunft

Berater

P&R: Weitere Anlegerklage gegen den Vertrieb abgewiesen

Ein Vertrieb, der Container der inzwischen insolventen P&R-Gruppe an eine Anlegerin verkauft hatte, hat seine Pflicht zur Plausibilitätsprüfung nicht verletzt. Das geht aus einem weiteren klageabweisenden Urteil hervor, das die Kanzlei Dr. Roller & Partner aus München erstritten hat.

mehr ...

Sachwertanlagen

Share-Deal-Reform: ZIA sieht “verheerende Auswirkungen”

In der Anhörung zur grunderwerbsteuerlichen Ausweitung bei sogenannten “Share Deals” im Deutschen Bundestag hat der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, erneut mit drastischen Worten vor einem “drohenden Kollateralschaden” gewarnt.

mehr ...

Recht

BTC-Echo: BaFin löscht ihre eigene Warnung

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Meldung zu dem “begründeten Verdacht”, die BTC-Echo GmbH biete ein Wertpapier in Form eines “Security Token” ohne einen (erforderlichen) Prospekt öffentlich an, wieder von ihrer Website genommen.

mehr ...