Anzeige
3. August 2018, 12:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Swiss Re verdient deutlich weniger

Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re hat wegen neuer Vorschriften zur Bilanzierung von Kapitalbeteiligungen im ersten Halbjahr 2018 deutlich weniger verdient. Der Überschuss sei deshalb um 17 Prozent auf eine Milliarde US-Dollar (rund 867 Millionen Euro) gefallen, teilte der Munich-Re-Konkurrent mit. Der Gewinnrückgang fiel damit höher aus als Experten erwartet hätten.

 

10675475 in Swiss Re verdient deutlich weniger

Der zweitgrößte Rückversicherer der Welt hat im ersten Halbjahr 2018 deutlich weniger verdient, als erwartet.

Dagegen lief es im Kerngeschäft – der Absicherung von Großschäden für Erstversicherer wie Axa oder Allianz – gut. Im Schaden- und Unfallbereich zogen sowohl die Prämien als auch des Gewinns kräftig an. Die Swiss Re profitierte dabei von einer geringeren Belastung durch Großschäden.

Der Schweizer Rückversicherungskonzern kündigte außerdem an, für das Geschäft mit geschlossenen Lebensversicherungsbeständen in Großbritannien einen Börsengang zu prüfen. Dabei könnten Teile der Sparte ReAssure im kommenden Jahr am Kapitalmarkt platziert werden, um Geld für weiteres Wachstum in diesem Segment ins Haus zu holen.

Bei dem geplanten Börsengang ihres Lebensversicherungs-Abwicklers ReAssure in London will die Swiss Re als bedeutender Investor im Boot bleiben. Allerdings wolle sie die Mehrheit der Anteile abgeben, sagte Finanzchef John Dacey. Wegen der hohen Risikozuschläge nach den Regeln des Swiss Solvency Tests sei die Swiss Re nicht mehr der ideale Eigentümer von ReAssure, so Konzernchef Christian Mumenthaler. ReAssure brauche zudem neues Kapital, um weitere geschlossene Vertragsbestände zu erwerben.

Das Geschäft mit der Abwicklung alter Lebensversicherungsverträge boomt. Auch angesichts der anhaltenden Niedrigzinsen wollen sich manche Versicherungsunternehmen von alten Vertragsbeständen trennen. Spezialisierte Abwickler sollen die Verträge über Jahrzehnte hinweg weiterführen und den betroffenen Kunden die einst versprochenen Leistungen bieten.

Während ReAssure in Großbritannien aktiv ist, haben Abwickler wie Athene und Viridium bereits Bestände von Lebensversicherern in Deutschland aufgekauft. Gerade hat Viridium die Übernahme des Lebensversicherers Generali Leben mit vier Millionen Kundenverträgen eingefädelt. Wenn der Deal vollzogen wird, ist er der bislang größte dieser Art in Deutschland. Auch an Viridium ist ein großer Rückversicherer beteiligt: Das Unternehmen gehört dem Finanzinvestor Cinven und dem weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück. (dpa-AFX/dr)

Foto: Swiss Re

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Werkstattbindung: Für DEVK kein Problem

Mehr als 2,6 Millionen Verkehrsunfälle hat die Polizei 2017 auf deutschen Straßen gezählt. Im Schadenfall wenden sich Autofahrer an die Versicherer. Wer den Unfall verursacht hat, kann sich für die Reparatur des eigenen Fahrzeugs eine Partnerwerkstatt empfehlen lassen – und so Zeit und Geld sparen, argumentiert der Kölner Versicherer DEVK. Und gibt Tipps, wie sich bei Werkstattbindung Ärger vermeiden lässt.

mehr ...

Immobilien

All In: Wohnen mit Energie-Flatrate

Wohnen wird immer teurer, steigende Energiekosten treiben die finanzielle Belastung für Mieter weiter in die Höhe. Wie können sich Mieter und Vermieter neue Gebäudetechniken zunutze machen?

Gastbeitrag von Dieter Wohler und Peter Krupinski, SPAR + BAU

mehr ...

Investmentfonds

Erster Hanf-Fonds

Wer in Hanf und seine Wirkstoffe, zum Beispiel CBD, investieren will, musste bisher die Aktien einzelner Unternehmen kaufen. Schon Anfang Dezember können Anleger, die keine einzelnen Aktien in ihren Portfolios halten wollen, in einen Hanf-Fonds investieren.

mehr ...

Berater

Ringen um Provisionsbegrenzung bei Lebensversicherungen

Verbraucherschützer fordern eine baldige Deckelung der Provisionen bei Lebensversicherungen. “Der Vorschlag des Bundesfinanzministeriums, Provisionen der Vermittler zu begrenzen, muss endlich umgesetzt werden”, sagte Versicherungsexperte Lars Gatschke vom Bundesverband der Verbraucherzentralen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Nur Augenhöhe wird erneut nicht reichen

Der Verband ZIA hat die Vorgaben des früheren BSI für Performanceberichte der Fondsanbieter als Verbandsstandard aufgehoben. Er wiederholt damit womöglich einen Fehler, den die Branche schon bei den Prospekten gemacht hat. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...