23. Oktober 2018, 11:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Talanx will bis 2022 Milliardengewinn erreichen

Der Versicherungskonzern Talanx (HDI) will nach seiner jüngsten Gewinnwarnung in einigen Jahren beim Überschuss die Milliardenmarke knacken. Das kündigte der neue Talanx-Chef Torsten Leue am Dienstag in Frankfurt an.

Talanx will bis 2022 Milliardengewinn erreichen

Haupteigner von Talanx und größter Nutznießer der Dividende ist der Haftpflichtverband der Deutschen Industrie (HDI).

Bis 2022 soll der Gewinn je Aktie jährlich im Schnitt um mindestens fünf Prozent steigen, kündigte Leue zum Kapitalmarkttag des Konzerns in Frankfurt an. Basis sei dabei das inzwischen gekappte Ziel, 2018 einen Überschuss von 850 Millionen Euro zu erzielen.

Bis zum Jahr 2022 käme der vor allem mit seiner Marke HDI bekannte Talanx-Konzern dann rechnerisch auf einen Nettogewinn von mindestens gut einer Milliarde Euro. Analysten hatten diese Marke bisher aber schon für 2020 auf dem Zettel.

Leue hatte den Chefposten bei Talanx im Mai von dem heutigen Aufsichtsratschef Herbert Haas übernommen. Er will nun die bereits eingeleitete Digitalisierung des Versicherers beschleunigen.

Vorstand sieht sich gut im Plan

Außerdem soll die Sanierung der schon lange defizitären Industrie-Feuerversicherung vorangetrieben und vor allem das Geschäft im Ausland und in der deutschen Gewerbeversicherung ausgebaut werden. Auch Zukäufe hat er im Auge – in erster Linie im Schaden- und Unfallgeschäft im Ausland.

Bei der Sanierung seines deutschen Privat- und Firmenkundengeschäfts sieht sich der Vorstand gut im Plan. Von den bis zum Jahr 2021 geplanten Einsparungen von 240 Millionen Euro würden Ende 2018 schon rund 160 Millionen erreicht, sagte der Talanx-Chef.

Der Konzern setzt dabei auf eine starke Digitalisierung. Neue Computersysteme sollen den Versicherer effizienter und kundenfreundlicher machen. Damit verbunden ist auch ein bereits eingeleiteter Stellenabbau.

Seite zwei: Keine Euphorie am Finanzmarkt

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Rentner bekommen ab nächstem Monat mehr Geld

Die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland bekommen ab Juli mehr Geld. Der Bundesrat hat am Freitag in Berlin der entsprechenden Verordnung der Bundesregierung zugestimmt. Demnach steigen im Zuge der jährlichen Rentenanpassung die Bezüge im Osten um 4,2 und im Westen um 3,45 Prozent. Die Ost-Renten nähern sich damit weiter den West-Bezügen an.

mehr ...

Immobilien

Marc Drießen wird Aufsichtsrat bei Corestate

Der Immobilien und Investment Manager Corestate Capital Holding S.A. hat auf seiner Online-Hauptversammlung wie angekündigt den Aufsichtsrat neu besetzt. Eines der neuen Mitglieder ist ein langjährig bekanntes Gesicht aus der Sachwertbranche. Außerdem: Die Dividende fällt aus.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Wirtschaft holt nach tiefer Rezession wieder auf

Nach der tiefen Rezession im zweiten Quartal dieses Jahres wird sich die deutsche Wirtschaft gemäß den aktuellen Bundesbank-Projektionen wieder erholen. Wie weit es runter geht und wann die Erholung in welchem Umfang wieder einsetzt.

mehr ...

Berater

Neues STO: Mit der Blockchain nach Mallorca

Die Palmtrip GmbH aus Rabenau (bei Gießen) hat die Billigung für eine tokenbasierte Schuldverschreibung von der Finanzaufsicht (BaFin) erhalten, also für ein digitales Wertpapier. Auch rechtlich betritt das Unternehmen mit den “Palm Token” Neuland – und hat dabei einen prominenten Berater.

mehr ...

Sachwertanlagen

Gezeitenkraft-Vermögensanlage von Reconcept platziert

Die als operative KG-Beteiligung konzipierte Vermögensanlage “RE13 Meeresenergie Bay of Fundy” der Reconcept aus Hamburg hat das angestrebte Platzierungsvolumen erreicht und wurde für weitere Investoren geschlossen. Das Geld fließt in schwimmende Gezeitenkraftwerke vor der Küste Kanadas.

mehr ...

Recht

Corona-Krise treibt Nachfrage nach telefonischer Rechtsberatung in die Höhe

Noch nie haben sich so viele Kunden innerhalb kürzester Zeit bei Rechtsfragen an ihren Rechtsschutzversicherer gewandt, wie in den Wochen der Corona-Krise. Im März und April konnte Versicherten in knapp 285.000 anwaltlichen Telefonberatungen geholfen werden. In normalen Monaten sind es etwa 115.000. Das zeigt eine Sonderauswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...