Talanx will bis 2022 Milliardengewinn erreichen

Der Versicherungskonzern Talanx (HDI) will nach seiner jüngsten Gewinnwarnung in einigen Jahren beim Überschuss die Milliardenmarke knacken. Das kündigte der neue Talanx-Chef Torsten Leue am Dienstag in Frankfurt an.

Haupteigner von Talanx und größter Nutznießer der Dividende ist der Haftpflichtverband der Deutschen Industrie (HDI).

Bis 2022 soll der Gewinn je Aktie jährlich im Schnitt um mindestens fünf Prozent steigen, kündigte Leue zum Kapitalmarkttag des Konzerns in Frankfurt an. Basis sei dabei das inzwischen gekappte Ziel, 2018 einen Überschuss von 850 Millionen Euro zu erzielen.

Bis zum Jahr 2022 käme der vor allem mit seiner Marke HDI bekannte Talanx-Konzern dann rechnerisch auf einen Nettogewinn von mindestens gut einer Milliarde Euro. Analysten hatten diese Marke bisher aber schon für 2020 auf dem Zettel.

Leue hatte den Chefposten bei Talanx im Mai von dem heutigen Aufsichtsratschef Herbert Haas übernommen. Er will nun die bereits eingeleitete Digitalisierung des Versicherers beschleunigen.

Vorstand sieht sich gut im Plan

Außerdem soll die Sanierung der schon lange defizitären Industrie-Feuerversicherung vorangetrieben und vor allem das Geschäft im Ausland und in der deutschen Gewerbeversicherung ausgebaut werden. Auch Zukäufe hat er im Auge – in erster Linie im Schaden- und Unfallgeschäft im Ausland.

Bei der Sanierung seines deutschen Privat- und Firmenkundengeschäfts sieht sich der Vorstand gut im Plan. Von den bis zum Jahr 2021 geplanten Einsparungen von 240 Millionen Euro würden Ende 2018 schon rund 160 Millionen erreicht, sagte der Talanx-Chef.

Der Konzern setzt dabei auf eine starke Digitalisierung. Neue Computersysteme sollen den Versicherer effizienter und kundenfreundlicher machen. Damit verbunden ist auch ein bereits eingeleiteter Stellenabbau.

Seite zwei: Keine Euphorie am Finanzmarkt

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