Techniker Kasse: Südwest-Versicherte am wenigsten krank

Die baden-württembergischen Versicherten der Techniker Krankenkasse (TK) melden sich weniger oft krank als TK-Versicherte in anderen Bundesländern. Das teilte die Krankenkasse am Freitag in Stuttgart mit. 

Fehlzeiten aufgrund von Depressionen, Anpassungs- und Angststörungen sind seit Beginn der Analysen 2006 um 77 Prozent gestiegen.

Mit durchschnittlich 12,4 Fehltagen liegen die rund 1,1 Millionen TK-Versicherten im Südwesten 0,7 Tage unter dem bundesweiten Durchschnitt.

Der Krankenstand der TK-Versicherten im Südwesten lag 2017 bei rund 3,4 Prozent. Im Vergleich: Deutschlandweit ist der Stand ganze 18,2 Prozent höher.

Auffällig dabei sei der kontinuierliche Anstieg an psychischen Erkrankungen unter den TK-Versicherten, sagte TK-Landeschef Andreas Vogt.

Psychische Krankheiten bei jungen Menschen häufig

Dem aktuellen TK-Gesundheitsreport zufolge sind Fehlzeiten aufgrund von Depressionen, Anpassungs- und Angststörungen seit Beginn der Analysen 2006 um 77 Prozent gestiegen.

Damit liegen diese Erkrankungen auf Rang zwei der Hauptursachen von Krankschreibungen. Platz eins belegen Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems wie zum Beispiel Rücken- oder Gelenkschmerzen.

„Sorge bereitet uns vor allem, dass wir festgestellt haben, dass junge Menschen wie Azubis und Studenten überproportional von psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen betroffen sind“, so Vogt.

Am Montag stellt die Barmer einen Report zu psychischen Erkrankungen junger Menschen im Südwesten vor. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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