Work-Life-Balance: Was beim Sabbatical zu beachten ist

Sabbatical über ein Langzeitarbeitskonto

Auf Langzeit- oder Lebensarbeitszeitkonten können Überstunden oder auch nicht in Anspruch genommene Urlaubstage angesammelt und später für eine längere Auszeit beziehungsweise ein Sabbatical genutzt werden.

Dieses Modell wird hauptsächlich in größeren Unternehmen genutzt und bietet einen großen Vorteil: Die Gehaltszahlung läuft weiter und sämtliche Sozialversicherungsbeiträge werden vom Arbeitgeber weiter bezahlt.

Sabbatical über Lohnverzicht

Eine weitere Möglichkeit ist es, sich für einen bestimmten Zeitraum nur einen Teil des eigenen Gehalts auszahlen zu lassen. Sie arbeiten dann beispielsweise weiterhin 40 Stunden pro Woche, lassen sich aber ein Gehalt für nur 30 Wochenstunden auszahlen. Bei dieser Beispielrechnung könnten Sie schon nach drei Jahren ein volles Jahr aussteigen – und haben die gleichen Vorteile wie beim Langzeitarbeitskonto.

Und manchmal bleibt nur die Kündigung

Sind Sie mit Ihrer beruflichen Situation unzufrieden? Dann ist es vielleicht ohnehin Ihr lang gehegter Wunsch, Ihren Job zu kündigen. Der Nachteil: Wer das Arbeitsverhältnis selbst kündigt, wird in der Regel bei der Arbeitsagentur für drei Monate gesperrt und erhält kein Arbeitslosengeld.

Weiterhin müssen Empfänger von Arbeitslosengeld dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Sie können deshalb nicht länger verreisen oder eine zeitintensive Weiterbildung realisieren. Eine Kündigung sollten Sie deshalb immer gut durchdenken und abwägen, so Arag-Experten. (dr)

Foto: Shutterstock

 

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