10. September 2019, 14:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Aon: Cyber-Verluste erreichen Rekordwert

Die jährlichen Verluste aus Cyber-Angriffen werden bis 2021 etwa 6 Billionen US-Dollar pro Jahr ausmachen. Zu diesem Ergebnis kommt das Makler- und Beratungsunternehmen Aon in seinem jüngsten Bericht „Prepare for the expected: Safeguarding value in the era of cyber risk”. Die Ausgaben für Cyber-Sicherheit werden in den Jahren 2017 bis 2021 insgesamt über 1 Billion US-Dollar betragen.

Shutterstock 301941623 in Aon: Cyber-Verluste erreichen Rekordwert

Während die unmittelbaren finanziellen Kosten eines Cyber-Angriffs für ein Unternehmen lähmend sein können, zeigt der Bericht, dass eine Schädigung der Unternehmensreputation eine gleichwertige oder sogar noch größere Bedrohung darstellt.

Die durch einen Angriff hervorgerufene Reputationskrise kann den Marktwert eines Unternehmens reduzieren, die Kundenloyalität zerstören, die digitalen Transformationsbemühungen beeinträchtigen und sogar zu einer Herabstufung der Bonität führen. Eine effektive Cyber-Resilienz-Strategie trägt dazu bei, sowohl kurz- als auch langfristige finanzielle Verluste zu begrenzen.

„Die Frage ist nicht “ob” sondern “wann” ein Unternehmen attackiert wird“

„Cyber-Angriffe nehmen massiv zu – die Frage ist nicht “ob” sondern “wann” ein Unternehmen attackiert wird. Und trotzdem tun viele Unternehmen noch nicht genug, um sich darauf vorzubereiten“, sagt Johannes Behrends, Head of Specialty Cyber des Erstversicherungsmaklers von Aon in Deutschland.

„Weil Cyber-Ereignisse potenziell erhebliche finanzielle Verluste, Reputations- und Markenschäden, einen Rückgang des Aktienkurses und sogar eine Herabstufung der Bonität verursachen können, sollte Cyber bei jedem Unternehmenslenker ganz oben auf der Agenda stehen.“

Der Aon Bericht beschreibt vier wesentliche Schritte zum Aufbau einer cyberresistenten Organisation:

Verantwortlichkeit berücksichtigen

Cyber-Risikomanagement muss eine unternehmensweite Aufgabe sein, aber die Verantwortlichkeit muss ganz oben in der Organisation stehen, wobei der Geschäftsführung die Kosten und Folgen eines Cyber-Angriffs bewusst sein müssen.

Begreifen Sie sich als EIN Unternehmen.

Cyber-Risiken sind nicht nur ein Thema der IT-Sicherheit, sondern eine Bedrohung für das gesamte Unternehmen. Es fordert eine multidisziplinäre, mehrstufige Reaktion, die alle relevanten Interessengruppen innerhalb des Unternehmens einbezieht.

 Seien Sie dem Angriff voraus

Unternehmen können sich nicht mehr darauf verlassen, nach einem Angriff einfach ein Team zu rufen und die Sache ist erledigt. Das sogenannte „Incident-response training“ ist entscheidend für die Vorbereitung von Unternehmen auf einen Cyber-Angriff und die Szenarioplanung hilft, operative Schwachstellen und Bedrohungen zu verstehen.

Schützen Sie Ihre Bilanz

Unternehmen sollten sich überlegen, wie sie die vorhandenen Möglichkeiten des Risikotransfers nutzen. Eine Cyber-Versicherung kann zum Schutz der Bilanz beitragen, indem sie eine finanzielle Auszahlung leistet, wenn etwas schief gelaufen ist und Dienstleistungen zur Vorbeugung vor und nach einem Schadensfall anbietet.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Thomas-Cook-Kunden sollen Ansprüche beim Insolvenzverwalter anmelden

Das Justizministerium hat Pauschalreise-Kunden der insolventen Thomas Cook aufgefordert, ihre Ansprüche nicht nur bei der Versicherung, sondern auch beim Insolvenzverwalter anzumelden. Das sei Voraussetzung dafür, das versprochene Geld vom Bund zu erhalten, teilte das Ministerium am Freitag mit.

mehr ...

Immobilien

Neues Finanzierungskonzept: Sorgenfrei im Alter

Viele Menschen möchten sich im Rentenalter Wünsche und Träume erfüllen. Die notwendigen Geldmittel stecken dabei oftmals im Eigenheim fest. Um sich mithilfe der Immobilie den Lebensabend zu finanzieren, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Welche das sind und welche Vor- und Nachteile sie bieten, zeigt der Vergleich der Immobilienverkaufsmodelle.

mehr ...

Investmentfonds

London: Werden keine “Empfänger von EU-Regeln” nach Brexit

Unternehmerverbände in Großbritannien zeigen sich vor dem Brexit besorgt. Sie fürchten hohe Kosten durch Handelsbarrieren und warnen vor Preiserhöhungen für britische Verbraucher. Doch ihre Forderungen angesichts der Befürchtungen finden beim Finanzminister kein Gehör.

mehr ...

Berater

Sonntagsfrage unter Vermittlern: FDP siegt, SPD ohne Chance

Bei Finanzvermittlern steht weiterhin die FDP in der Gunst ganz oben, wenn es um die nächste Bundestagswahl geht. Das hat das 12. AfW-Vermittlerbarometer im November 2019 mit über 1.500 teilnehmenden Vermittlern ergeben.

mehr ...

Sachwertanlagen

Habona erreicht Vollinvestition des Einzelhandelsfonds 06

Der Frankfurter Fondsinitiator und Asset Manager Habona Invest hat für seinen Einzelhandelsfonds 06 zum Jahresende 2019 sechs weitere Nahversorgungsimmobilien mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 44 Millionen Euro und einer Gesamtmietfläche von circa 19.500 Quadratmetern erworben.

 

mehr ...

Recht

Winzerverband schlägt Schadenersatz statt Strafzölle auf Wein vor

Statt der Strafzölle auf Wein sollte die Bundesregierung den USA nach einem Vorschlag des Weinbauverbands Rheinhessen eine Schadenersatzzahlung anbieten. “Die deutsche Politik sollte jetzt unkonventionelle Lösungen anstreben”, erklärte Verbandspräsident Ingo Steitz.

mehr ...