21. November 2019, 12:05
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Streitatlas 2019: Wo sich Deutschland zofft

Gründe für den Anstieg bei Wohnungsangelegenheiten können Eigenbedarfskündigungen, die von Mietern und Mietvereinen angefochten werden, oder auch die Mietpreisbremse sein, die bei Vermietern für Unmut sorgt. Doch auch Nebenkostenabrechnungen erzürnen Mieter und lassen es zu Disputen mit dem Vermieter kommen.

Ein weiterer Klassiker der Streitgründe: Streit unter Nachbarn. Ob zu laute Musik, falsch abgestellte Kinderwagen oder die über den Zaun ragenden Äste von Nachbars Apfelbaum – die Gründe dafür sind vielfältig.

Das streitstarke Geschlecht

Generell werden knapp zwei Drittel aller Streitigkeiten von Männern ausgetragen (66,5 Prozent), Frauen scheinen das sanftere Geschlecht zu sein und sind lediglich mit 33,5 Prozent in Auseinandersetzungen verwickelt.

Die Auslöser des Streits sind jedoch unterschiedlich: Bei Männern kocht der Zorn schneller hoch, wenn es um Verkehr und Mobilität geht. Hier streitet sich jeder Dritte (32,8 Prozent). Frauen hingegen liegen bei Disputen im Bereich Privat- und Strafrecht vorn (40,0 Prozent vs. 37,6 Prozent der Männer).

„Möglicherweise zeigt sich hier auch das Klischee, dass Frauen bei persönlichen Angelegenheiten das Zepter in der Hand halten und Männer sich eher ums Auto kümmern“, so Peter Stahl. Beim weiblichen Geschlecht verraucht die Wut allerdings schneller wieder: Mehr als jeder fünfte Streit (21,5 Prozent) wird innerhalb von drei Monaten geklärt, Männer benötigen hier ein wenig mehr Zeit.

Eine Frage des Alters?

In der Mitte des Lebens sind die Menschen anscheinend besonders rechthaberisch: Im Alter zwischen 46 und 55 Jahren streiten sie sich – statistisch gesehen – am häufigsten (27,5 Prozent aller Streitfälle). Insgesamt nimmt jedoch auch der Anteil der jüngeren Streithähne deutlich zu: Vor zehn Jahren (2009) waren junge Erwachsene unter 36 Jahren für nur 13,9 Prozent aller Streitfälle verantwortlich – heute sind es bereits 23,7 Prozent. (dr)

Grafik: Generali/Advocard

 

 

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