26. September 2019, 11:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Beim Tarifwechsel: Für Vorschäden verlangen die meisten keinen zusätzlichen Aufschlag

Wer seine Kfz-Versicherung wechseln möchte, muss angeben, ob der bisherige Versicherer Vorschäden reguliert hat. Eine aktuelle Untersuchung von Finanztip zeigt: Ein regulierter Schaden sorgt zwar für schlechtere Schadenfreiheitsklassen, bei den meisten Versicherern wird es beim Wechsel durch den Vorschaden nicht teurer. Nur einzelne Anbieter verlangen höhere Beiträge, teilweise bis zu 20 Prozent.

Shutterstock 292197005 in Beim Tarifwechsel: Für Vorschäden verlangen die meisten keinen zusätzlichen Aufschlag
Etwa vier Millionen Haftpflichtschäden und rund fünf Millionen Kaskoschäden haben Versicherer im vergangenen Jahr reguliert. Das zeigen Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Bei einem Wechsel der Autoversicherung gelten diese Fälle als Vorschäden.

Haben Versicherte einen Schaden gemeldet, müssen sie den bei ihrer neuen Versicherung angeben. Bei einem Versicherungswechsel fließt das in die Tarifberechnung mit ein. Wie eine aktuelle Finanztip-Untersuchung zeigt, wirkt sich das allerdings in den meisten Fällen nicht auf den zu zahlenden Beitrag aus.

Nur einzelne Anbieter verlangen einen Aufschlag

Der durchschnittliche Aufschlag für einen Haftpflichtaschaden bei der Vorversicherung betrug in der Untersuchung knapp zwei Prozent, der bei einem regulierten Kaskoschaden lag bei unter einem Prozent. „In unserer Untersuchung verlangten die meisten Anbieter von den potenziellen Neukunden überhaupt keinen Preisaufschlag wegen eines Vorschadens“, sagt Kathrin Gotthold, Versicherungsexpertin bei Finanztip.

„Nur einzelne Anbieter verlangten mehr, teilweise bis zu 20 Prozent“. Das Fazit der Expertin: „Ein Vorschaden sollte niemanden abhalten, die Kfz-Versicherung zu wechseln. Im Gegenteil: Nehmen Sie die Schadenregulierung zum Anlass, den Preis für Ihre Autoversicherung zu überprüfen.“

Nach einem Schaden sinkt die Schadenfreiheitsklasse

Wer längere Zeit unfallfrei Auto fährt, steigt bei seiner Versicherung in der Schadenfreiheitsklasse. Je höher die Einstufung, desto günstiger ist der Tarif. Wenn ein Haftpflicht- oder Vollkaskoschaden gemeldet wird, senkt der Versicherer die entsprechende Schadenfreiheitsklasse gemäß seiner Rückstufungstabelle. „Bei einem Wechsel nach einem Unfall hat der alte Versicherer die Rückstufung bereits vorgenommen. Die Kunden fangen also auch beim neuen Versicherer in der teureren Schadenfreiheitsklasse an“, erklärt Gotthold.

So hat Finanztip untersucht

Ziel der Untersuchung war herauszufinden, welchen Einfluss ein regulierter Vorschaden auf den Kfz-Versicherungstarif hat. Dafür hat Finanztip im Juli 2019 zehn unterschiedliche Fahrer-Profile mit gängigen PKW erstellt und für diese auf dem Vergleichsportal Nafi-Auto Preise abgefragt. Dabei wurde das Merkmal Vorschaden variiert, während alle anderen Merkmale der Fahrer unverändert blieben. In die Berechnungen gingen jeweils die ersten 30 Ergebnisse für jedes Profil ein.

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Die Deutschen und die Geldanlage: Sicherheit geht vor Nachhaltigkeit

Zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) legen bei der Geldanlage Wert auf Nachhaltigkeit. Bei den jüngeren zwischen 18 und 35 Jahren sind es sogar drei Viertel (75 Prozent). Im direkten Vergleich würde die jüngere Generation nur auf nachhaltige Produkte setzen, wenn bei der Rendite nicht verzichtet werden muss. Wenig überraschend ist, dass Sicherheit absolute Priorität hat. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Studie im Auftrag der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Tipps für Mieter: Betriebskostenabrechnung ohne böse Überraschungen

Zu hoher Warmwasserverbrauch, einmalige Reparaturen oder ein falscher Umlageschlüssel: Die jährliche Betriebskostenabrechnung sorgt bei Mietern und Vermietern immer wieder für Streit und Diskussionen. Dabei muss nicht immer ein zu hoher Wasser- und Heizungsverbrauch des Mieters die Ursache für eine falsche Betriebskostenabrechnung sein. Nicht selten sind Kosten aufgelistet, die gar nicht umlagefähig sind. Worauf Mieter daher achten sollten, erklären die Experten des Full-Service Immobiliendienstleiters McMakler.

mehr ...

Investmentfonds

Erster regulierter Handelsplatz für digitale Assets

Nach dem Start des Handels für ausgewählte Nutzer im September steht die Digital Exchange der Börse Stuttgart (BSDEX) nun allen Interessierten in Deutschland offen. An Deutschlands erstem regulierten Handelsplatz für digitale Vermögenswerte können die Nutzer aktuell Bitcoin gegen Euro handeln, weitere digitale Assets sollen hinzukommen.

mehr ...

Berater

Schweizer Verwahrer für “Kryptowerte” will nach Deutschland

Die Crypto Storage AG aus Zürich will eine eigene Präsenz in Deutschland aufbauen und kündigt an, eine Lizenz als “Kryptowerteverwahrer” für digitale Werte wie Bitcoin beantragen zu wollen. Hintergrund sind die neuen gesetzlichen Regelungen in Deutschland ab 2020.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia kauft Healthcare-Immobilie in Hamburg

Das Immobilienunternehmen Patrizia AG hat für seinen Fonds Pflege Invest Deutschland I eine gemischt genutzte Immobilie mit Schwerpunkt auf sozialer und medizinischer Versorgung in Hamburg erworben.

mehr ...

Recht

Neues Urteil: Vorsicht bei “Service Calls”

“Service Calls“ eines Versicherungsmaklers können unzulässige Werbung sein. Auf ein entsprechendes Urteil des OLG Düsseldorf vom 19. September 2019 (Az.: 15 U 37/19) hat nun die Rechtsanwaltskanzlei Wirth hingewiesen.

mehr ...