27. Februar 2019, 12:38
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Digitale Chancen in der Pflege

Pflege ist in besonderem Maße von zwischenmenschlicher Beziehung geprägt. Menschen pflegen Menschen. Und das soll auch so blieben. Dennoch bietet der digitale Wandel gerade den Pflegenden Chancen und Entlastung.

Shutterstock 377270038 in Digitale Chancen in der Pflege

Viele Prozesse lassen sich in der Pflege mittlerweile digtal erledigen.

Das Buch “Digitale Transformation in der Pflege” von Herausgeber Thomas Bade, erschienen bei Vincentz Network (Hannover), 2018, beleuchtet auf mehr als 150 Seiten, wie die innovativ der digitale Wandel in der Pflege gestaltet wird. Anhand von zehn ausgewählten Start-ups und ihren Ideen für die Altenpflege wird deutlich: Die Gründerszene ist quicklebendig; Ideenreichtum und Innovationspotenzial sind enorm.

Luft nach oben gibt es dagegen in der Zusammenarbeit zwischen alteingesessener Pflegebranche und jungen Gründern. “Dieses Buch richtet sich an alle Akteure der Pflegewirtschaft”, betont Herausgeber Thoma Bade, “der Anwender- und Betreiberseite gilt der Appell, eine Innovationskultur und eine digitale Offenheit zu entwickeln, die es Start-ups ermöglicht, passende strategische Geschäftspartner zu finden. Gelingt dieser Dialog, ist das eine Win-Win-Situation für beide Seiten – und damit für die gesamte Pflege in Deutschland.

Ideen der Start-ups

Ein Blick in das Buch zeigt: Die Ideen der Start-ups überraschen und ermutigen. So hat die 2016 in Berlin gegründete BringLiesel GmbH einen Webshop entwickelt, der es Pflegeteams ermöglicht, Menschen zeitsparend mit von ihnen individuell gewünschten Produkten zu versorgen. Die Palette reicht von Süßigkeiten über Schnittblumen bis hin zu Zeitschriften und Drogerieartikeln. 2017 ging die Lindera Sturz-App der Berliner Gründerin Diana Heinrichs an den Markt. Ziel der App ist eine effektive Sturzprävention.

Und so funktioniert es: Mit einem Smartphone wird 30 Sekunden lang der Gang eines pflegebedürftigen Menschen aufgenommen, dazu kommt ein psychosozialer Test, und die App analysiert mittels künstlicher Intelligenz die Sturzgefahr und erstellt Präventionsvorschläge. “Das Risiko zu stürzen, berührt Senioren, Fachkräfte und Krankenkassen. Mit Inkontinenz, der Angst zu stürzen und dem körperlichen Abbau berührt es viele Tabuthemen, die wir in allen Wohnsituationen im Alter gezielt anpacken müssen. Bei meiner eigenen Großmutter habe ich über Jahre erfahren, wie sich die Risikofaktoren gezielt reduzieren lassen – das wollen wir zu Millionen von Familien und Pflegekräften bringen”, erklärt Heinrichs ihre Idee.

Begeisterung für Gründer

Dass die Motivation, digitale Hilfen für ein sicheres und komfortables Leben im Alter zu erfinden, aus dem eigenen privaten Umfeld stammt, ist bei den Start-ups in der Pflege eher die Regel als die Ausnahme. “Mich begeistern die Gründer, die aus eigenem Erleben und persönlicher Betroffenheit heraus diese klugen, realitätsnahen und erfolgsversprechenden Geschäftsideen entwickeln”, betont Fachredakteur Michael Schlenke von Vincentz Network, “wir unterstützen dieses Engagement gerne, denn damit leisten wir einen weiteren Beitrag zur Modernisierung und Digitalisierung der Altenhilfe.”

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Plug & Play: Die führende Plattform für Makler, Mehrfachagenten und Banken

Mode, Essen, Musik, Filme, Reisen und sogar Medikamente – mittlerweile gibt es nahezu alles im Internet zu kaufen. Und auch das Geschäft mit Online-Dienstleistungen wie etwa die Taxi-Bestellung, der Leihwagen oder das Ausleihen hipper eScooter oder eRoller läuft mit Hilfe entsprechender Apps inzwischen reibungslos.

mehr ...

Immobilien

Gehälter können bei Mietsteigerungen nicht mithalten

Der Wohnungsmarkt hierzulande ist angespannt, vor allem in den Metropolen. Wie stark sich die Mieten im Vergleich zu den Gehältern entwickelt haben, zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen.

mehr ...

Investmentfonds

EZB: Zinstief könnte zum Risiko für Finanzstabilität werden

Europas Währungshüter nehmen verstärkt mögliche negative Folgen ihres Nullzinskurses in den Blick. “Die Nebenwirkungen der Geldpolitik werden immer offensichtlicher, das müssen wir berücksichtigen”, sagte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos bei der Vorstellung des aktuellen Finanzstabilitätsberichts der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. “Wir müssen uns mehr auf die Nebenwirkungen konzentrieren.”

mehr ...

Berater

Commerzbank führt Minuszinsen für manchen Firmenkunden ein

Die Commerzbank bittet wegen der Negativzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) Firmenkunden verstärkt zur Kasse. Einigen Unternehmen berechnet die Bank mittlerweile bereits ab dem ersten Euro Negativzinsen. Betroffen ist dem Vernehmen nach eine überschaubare Zahl der 70.000 Firmenkunden des Frankfurter Instituts.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Immobilienfonds Jamestown 31 legt rasant los

Der US-Fondsanbieter Jamestown hat für seinem Fonds 31 innerhalb weniger Wochen ein beachtliches Volumen platziert und die ersten Immobilieninvestitionen getätigt. Es handelt sich dabei um drei Büro- und Einzelhandelsobjekte in San Francisco, Atlanta und Boston, in die insgesamt eine Viertel-Milliarde US-Dollar Eigenkapital fließt.

mehr ...

Recht

Thomas Cook: Auch österreichische Verbraucherschützer verklagen Bundesrepublik

Nach der Insolvenz des Reiseveranstalters Thomas Cook sowie diverser Tochterunternehmen klagt nun auch der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) gegen den deutschen Staat auf Staatshaftung. Vertreten wird der Verein durch die Anwaltskanzlei Kälberer & Tittel aus Berlin.

mehr ...