28. Juli 2019, 16:00
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E-Scooter: Worauf Kunden vor dem Kauf achten sollten

Die praktischen, bis zu 20 km/h schnellen E-Scooter erobern gerade die deutschen Städte. Doch vor der Anschaffung gibt es einiges zu beachten. Mit unseren Tipps zum E-Scooter-Kauf heißt es aber auch für Sie ganz bald: Bahn frei!

Shutterstock E-Scooter in E-Scooter: Worauf Kunden vor dem Kauf achten sollten

Nicht alle E-Scooter verfügen auch über die für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr nötige Straßenzulassung. Zum Problem wird dies vor allem bei E-Scootern, die bereits vor dem Mai 2019 erworben wurden. Daher heißt es: Augen auf beim Kauf gebrauchter Elektroroller.

Zulassung

Generell gilt: Um legal am Verkehr teilnehmen zu dürfen, benötigen E-Scooter eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), die vom Kraftfahrtbundesamt erteilt wird. Erkundigen Sie sich beim Kauf eines neuen und insbesondere gebrauchten Elektrorollers daher immer nach dem Vorhandensein dieser Erlaubnis.

Modelle, die bereits vor Inkrafttreten der Verordnung gekauft wurden, dürfen erst dann legal in der Öffentlichkeit gefahren werden, nachdem die Hersteller eine Erlaubnis nachträglich eingeholt haben.

Einen offiziell vom Kraftfahrtbundesamt zugelassenen Elektroroller dürfen Sie in Ortschaften ab einer Minimalgeschwindigkeit von 12 km/h auf normalen Radwegen nutzen.

Auf die Straße ausweichen ist nur dann erlaubt, sofern kein Fahrradweg vorhanden ist – dies gilt allerdings nur für verkehrsberuhigte Bereiche. Schnellstraßen sind verständlicherweise tabu. Das Mindestalter liegt bei 14 Jahren. Ein Führerschein ist keine Voraussetzung.

Versicherungspflicht

E-Scooter unterliegen einer generellen Versicherungspflicht. Eine private Haftpflicht ist nicht ausreichend. Bevor Sie sich auf Ihrem E-Scooter in den Stadttrubel schwingen, benötigt Ihr E-Roller eine Versicherungsplakette. Wie bei einem Mofa wird diese im hinteren Bereich des Vehikels angebracht und besteht aus einer Kombination dreier Ziffern und Buchstaben.

Bei den Versicherungen für E-Scooter handelt es sich im Kern um KFZ-Haftpflichtversicherungen, wie sie auch bei Mopeds zum Einsatz kommen. Als einer der Pioniere in der Versicherung von Elektrorollern bietet die Versicherungsgruppe die Bayerische (diebayerische.de) eine spezielle E-Scooter Versicherung, mit der Sie bestens geschützt und zu überaus günstigen Konditionen im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs sind.

Gewicht

Als mobiler Alltagsbegleiter, den man fast überall hin mitnimmt, spielt das Gewicht des jeweiligen Modells eine große Rolle. Einen E-Scooter vom Gewicht einer halben Waschmaschine tragen wohl nur Kraftsportler gerne mehrmals täglich in den vierten Stock.

Daher sollten Sie sich vor dem Kauf eines Elektrorollers Gedanken machen, wohin Sie diesen im Alltag regelmäßig mitnehmen möchten. Verfügen Wohnhaus, Arbeitsplatz und andere häufig frequentierte Orte über einen Aufzug, ist das Gewicht weniger entscheidend.

Andernfalls lohnt sich ein kleiner Tragetest im Fachgeschäft, um abschätzen zu können, ob sich das Gefährt einigermaßen komfortabel an die von Ihnen bevorzugten Abstellorte transportieren lässt.

Reichweite

Nehmen wir an, Ihre Arbeitsstätte oder Bahnstation liegt acht Kilometer entfernt. Wenn Sie diese tägliche Strecke zukünftig gerne mit Ihrem neuen Elektroroller zurücklegen wollen, macht ein E-Scooter mit einer maximalen Reichweite von nur fünf Kilometern logischerweise wenig Sinn.

Deshalb vor dem Kauf prüfen, für was man den Stadtflitzer verwenden will. Generell gilt: Die Reichweite hängt in erster Linie von der Kapazität des eingesetzten Akkus sowie dem Gewicht des Rollers ab.

Während es günstigere Modelle oft nur auf 20 bis 30 Kilometer Reichweite bringen, sind bei den Premium-Modellen durchaus bis zu 100 Kilometer Reichweite realistisch. Das schlägt sich auch im Preis nieder. Tipp: Eine Checkliste vor dem Kauf hilft bei der Wahl des richtigen Modells.

 

Foto: Shutterstock

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