9. Oktober 2019, 10:30
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GDV-Naturgefahrenreport: Jahr der Extreme mit Milliardenschäden

Naturgewalten haben 2018 insgesamt 3,1 Milliarden Euro Versicherungsschäden an Häusern, Kraftfahrzeugen, Hausrat, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft verursacht. Damit erreichen die Schäden durch Sturm, Hagel, Hochwasser und Starkregen erneut das Vorjahresniveau.

 

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Teile der Dachkonstruktion liegen nach Durchzug des Sturmtiefs Friederike am Vortag am 19.01.2018 an der Freiherr-Spiegel-Grundschule in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) im Hof.

Sturm und Hagel sind mit 2,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,9 Milliarden Euro) die schadenschwersten Gewalten. Starkregen und Hochwasser schlagen mit gut 500 Millionen Euro zu Buche; im Vorjahr waren es 300 Millionen Euro.

„Schwere Stürme, große Hitze, starke lokale Überschwemmungen – 2018 ist Sinnbild für Extremwetter auch in Deutschland“, sagte GDV-Präsident Wolfgang Weiler bei der Vorstellung des Naturgefahrenreports am Mittwoch in Berlin. „2018 gehört zu den vier schwersten Sturmjahren der letzten 20 Jahre.“ Nur die Winterstürme der Jahre 1999, 2002 und 2007 hinterließen seit 1997 höhere Schäden.

Zehn Millionen Häuser in Deutschland nicht umfassend versichert

Längst nicht alle Unwetterschäden waren 2018 auch versichert. Während bundesweit fast alle Wohngebäude gegen Sturm und Hagel abgesichert sind, fehlt rund zehn Millionen Hausbesitzern und Hausbesitzerinnen der Schutz gegen Elementarrisiken wie Starkregen und Hochwasser.

Der Zusatzbaustein „erweiterte Naturgefahrenversicherung (Elementarschäden)“ lässt sich ergänzen. Sonst bleibt den Geschädigten künftig nur der Griff in die eigene Tasche, da sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer darauf verständigt haben, keine Hilfsgelder mehr auszuzahlen.

Der Report bilanziert die Naturgefahrenschäden an Gebäuden, Gewerbe, Industrie und Fahrzeugen im Jahr 2018. In einem Schwerpunkt werden Strategien zur Klimaanpassung in Deutschland und den Nachbarländern vorgestellt. Der umfangreiche Datenteil mit Langzeitstatistiken ergänzt den Report. (dr)

Foto: Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa |

 

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