Hybridem Unternehmer gehört die Zukunft

Steigende regulatorische Vorgaben, erhöhter Aufwand für deren Umsetzung und der zunehmende Druck auf die Provisionssysteme verlangen nach alternativen Geschäftsmodellen für Finanzberater. Das warder Tenor der Diskussionen des Kongresses Honorarberatung in Dortmund.

Expertenrunde zur Zukunft des Beraters auf dem Kongress Honorarberatung.

Mit Fachvorträgen, Diskussionsrunden mit führenden Branchenexperten und Praxisvorträgen lieferte die Veranstaltung einen konkreten und zukunftsweisenden Mehrwert für ihre zahlreichen Besucher. Im Mittelpunkt stand eine Diskussionsrunde zum Provisionsdeckel und zur Zukunft der Vermittlervergütung. Alle Diskutanten waren sich einig, dass ein möglicher Provisionsdeckel deutliche finanzielle Einschnitte bei Maklern zur Folge hätte. Insofern wurde Maklern empfohlen, sich auch mit alternativen Vergütungsformen noch stärker unabhängig aufzustellen.

Hybridmodell mit größten Zukunftschancen

Dabei wurde deutlich, dass ein Hybridmodell aus Provisions-und Honorarberatung auch losgelöst von einem möglichen Provisionsdeckel ein unabhängiges Unternehmertum fördert und für mehr finanzielle Freiheit sorgt. Zudem appellierten die Podiumsteilnehmer an die Politik, die regulatorischen Vorgaben auf ein vernünftiges und handhabbares Maß zu begrenzen. Vor allem die durch die Novellierung der Fin-VermV gefassten Dokumentationspflichten bedeuteten einen hohen Kosten-, Zeit- und Archivaufwand für die Berater. Vor vollem Plenum debattierte Heiko Reddmann (Geschäftsführer Honorarkonzept) mit Dr. Holger Fricke (Wirtschaftsrat CDU), Frank Kettnaker (Konzernvorstand Alte Leipziger-Hallesche), Hermann Schrögenauer (Vertriebsvorstand LV 1871), Jens Arndt (neuer Vorstandsvorsitzender myLife Lebensversicherung) und Prof. Dr. Hartmut Walz (Professor für Betriebswirtschafts- und Bankbetriebslehre) über die Auswirkungen einer Provisionsbeschneidung und die Honorarberatung alsalternative Vergütungsform.

„Die Makler selbst haben die Chance, sich von Provisionsbegrenzungen frei zu machen. Sie reduzieren ihre wirtschaftliche Abhängigkeit von den Produktgebern und können sich so geschäftspolitisch breiter aufstellen“, lautet das Fazit von Heiko Reddmann. „Auf sich allein gestellt werden es Makler allerdings schwerer haben, auf Veränderungen sofort reagieren zu können. Auch hier zählt: nicht auf den Provisionsdeckel warten und mit Honoraren für mehr eigene Unabhängigkeit und Sicherheit sorgen. Die Möglichkeiten hierzu sind bereits heute gegeben.“

Foto: Honorarkonzept

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