3. April 2019, 09:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Krankenkassen: Spahn verteidigt kontroverse Pläne

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seine umstrittenen Pläne für eine bundesweite Öffnung regional begrenzter Krankenkassen verteidigt. Kritik an Spahns Äußerungen kommt vom AOK-Bundesverband.

Krankenkassen: Spahn verteidigt kontroverse Pläne

Jens Spahn: “Was wir brauchen, ist ein fairer Wettbewerb zwischen den Krankenkassen in der Stadt und auf dem Land.”

“Nicht alle Versicherten können derzeit Krankenkassen mit attraktiven Zusatzleistungen oder mit günstigen Beiträgen wählen”, sagte der CDU-Politiker dem “Reutlinger General-Anzeiger” am Mittwoch.

In welcher Kasse man versichert sein könne, hänge teils noch vom Wohn- oder Beschäftigungsort der Versicherten ab. “Dieser Anachronismus ist vielleicht historisch, aber nicht sachlich begründet.”

Länder bevorzugen ihre Krankenkassen

Spahn will gesetzliche Regionalbegrenzungen streichen, die bisher für Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK), bestimmte Betriebskrankenkassen und Innungskrankenkassen gelten. Dies soll den Wettbewerb unter den Kassen erweitern.

So sollen sich Kunden aus ganz Deutschland für Kassen entscheiden können, die wegen günstiger regionaler Bedingungen einen unterdurchschnittlichen Zusatzbeitrag anbieten. Gegen die Pläne machen die AOKs Front, auch von der CSU kommt deutlicher Widerstand.

Spahn sagte, die bestehende Situation sorge auch dafür, dass manche Landesregierung ihre Krankenkassen bevorzugt behandle. “Das mag dann gut sein für die Krankenkasse, aber längst nicht immer für die Versicherten.” Wenn Kassen eine große Marktmacht hätten, führe das auch dazu, dass sie Bedingungen diktieren könnten.

Seite zwei: “Angebotsvielfalt langfristig erhalten”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Ausreißer oder Serienschaden? Elementarschäden werden Normalität

In der öffentlichen Wahrnehmung werden die mittlerweile üblichen Herbst-Stürme kaum noch beachtet. Kein Wunder, denn die Gefahr „Sturm“ ist als „Klassiker“ in aller Regel ohne Selbstbeteiligung im Hausrat- oder Wohngebäudetarif mitversichert. Ein Beitrag von Michael Neuhalfen, Leiter Vertrieb ALTE LEIPZIGER

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Wirecard-Skandal: Scholz will Finanzaufsicht stärken

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will die deutsche Finanzaufsicht, ausgelöst durch den Wirecard-Skandal, mit mehr Durchgriffsrechten ausstatten.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...