22. Juni 2019, 13:00
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PEPP: Die Europarente nimmt die nächste Hürde

In dieser Woche beschließt das gerade gewählte Europäische Parlament die PEPP-Verordnung.Wesentlicher Bestandteil dieser ist die Europarente. Es handelt sich um ein Produkt zur Altersvorsorge, was die europäische Freizügigkeit in den Fokus rückt. Was PEPP noch mit sich bringt. 

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Der Europäische Ministerrat verabschiedet in dieser Woche eine wegweisende Verordnung. Das Paneuropäische Private Pensionsprodukt (PEPP) bietet Einwohnern der Europäischen Union laut Pressemitteilung folgendes Angebot:

Nur jeder dritte Europäer betreibt privat Altersvorsorge

“Mit den Pensionsprodukten wird eine neue, europaweite Sparmöglichkeit geschaffen, die die gesetzliche, betriebliche und nationale Altersvorsorge ergänzt. Die Verbraucherinnen und Verbraucher können damit auf freiwilliger Basis zusätzliche Ersparnisse für den Ruhestand bilden, die soliden Verbraucherschutzbestimmungen unterliegen. Die PEPP werden zwischen den Mitgliedstaaten übertragbar sein.”

Ziel dieser Verordnung ist es, den Zugang zur Altersvorsorge zu erleichtern und zugleich den Markt für private Altersvorsorge zu fördern. Grund für diese Annahme ist, dass nur etwa jeder dritte Europäer privat Altersvorsorge betreibt. 

Den Wettbewerb beflügeln und Verbraucher schützen?

“Es wird den Wettbewerb unter den Anbietern von Altersvorsorgeprodukten beflügeln, denn sie können künftig ihre Produkte außerhalb ihres einheimischen Marktes verkaufen, wobei die Sparerinnen und Sparer mehr Möglichkeiten haben, zu entscheiden, wie und wo sie ihr Geld anlegen.”, sagt der Ratsvorsitzende Vladislav Goranov, Finanzminister Bulgariens. 

Verbraucher können sich zwischen bis zu sechs unterschiedlichen Varianten an PEPP-Produkten entscheiden. Jeder Anbieter muss mindestens eine Variante anbieten, die maximal 1 % der jährlichen Beiträge an Kosten verzehrt. Dieser Kostendeckel ist eine Innovation der privaten Altersvorsorge, die jedoch einen Nachteil besitzt: Die Höhe wird alle 24 Monate durch die Europäische Kommission mit den tatsächlich anfallenden Kosten abgeglichen und gegebenenfalls angepasst. 

Foto: Shutterstock

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