6. Juni 2019, 14:14
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Rente in Deutschland – eine Zeitbombe?

In einer aktuellen YouGov-Befragung wollten wir von Bürgern erfahren, was sie mit einer Geldsumme von 10.000 Euro aufwärts anfangen würden. Privater Konsum landete auf den letzten Plätzen! 42 Prozent möchten das Geld bis auf Weiteres sparen, und ganze 34 Prozent stecken es direkt in die Altersvorsorge. Sparen für die Rente ergibt für viele Deutsche also durchaus einen Sinn.

Dennoch könnte es für viele ein böses Erwachen geben. Denn wenn es um Geldanlage geht, halten sich die Sparer an Altbewährtes. Egal, wie es derzeit auf den Kapitalmärkten aussieht – und das ist wenig weitsichtig.

Sogar Finanzminister Olaf Scholz sagte dazu der Bildzeitung: „Damit beschäftige ich mich kaum, es liegt einfach auf dem Sparbuch – trotz der niedrigen Zinsen.“ Nicht umsonst warnen Fachmagazine und Wirtschaftsjournalisten, dass die Menschen in Deutschland schlicht falsch sparen. Denn auch in einem historischen Niedrigzinsumfeld lieben sie Bargeld und Einlagen auf dem Sparkonto.

Böses Erwachen

Der Grund dafür liegt im Sicherheitsdenken der Sparer. Ein positives Bild vom Staat und seinen Gestaltungsmöglichkeiten trifft hier auf Misstrauen gegen Anlageklassen, die sich zeitweilig volatil verhalten können.

Vor allem Aktien bewerten Sparer deshalb oft als gefährlich – obwohl sie als konkreter Anteil eines Unternehmens zu den Sachwerten gehören. Tatsächlich können die Schwankungen der Kapitalmärkte kurzfristig für Einbrüche in der Wertentwicklung von Aktien sorgen – und genau das macht den Menschen oft Angst.

Viele erinnern sich noch an die Finanzkrise oder den Crash des Neuen Marktes 2003. Dass man sein Geld auch riskiert, wenn man durch den Niedrigzins nicht mal einen Inflationsausgleich schafft, blenden viele Menschen aus. Spätestens hier gerät das Sicherheitsdenken zur Geldvernichtung.

 

Seite 4: Aktien für die Altersvorsorge? – viele Deutsche kennen das gar nicht

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