6. Mai 2019, 07:44
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Richtig versichert: Das gilt für Lehramtsanwärter

Lehramtsanwärter haben unterschiedliche Möglichkeiten zur Absicherung ihrer Krankheitskosten. Insbesondere die Frage der Versicherung von Familienangehörigen zählt zu den wirklichen Gewissensentscheidungen.

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Als angehender Lehrer im Referendariat in Hamburg, Bremen oder Thüringen sollte die Entscheidung für die GKV gut überlegt sein.

Die Private Krankenversicherung für Beamte und Beamtenanwärter ist im Vergleich zur gesetzlichen Krankenkasse sinnvoll.

Damit ist die Kombination aus PKV und Beihilfe auch für angehende Beamte im Referendariat und Lehrer im Lehramt die beste Wahl.

Die Beihilfe übernimmt einen Teil der Krankheitskosten. Den Rest der Kosten decken Referendare und Lehrer mit einer privaten Restkostenversicherung.

Diese auch als Beihilfeergänzungstarif bezeichnete Beamtentarif ist deutlich günstiger als eine Vollversicherung. Und deutlich günstiger als die gesetzliche Versicherung. Bislang jedenfalls.

 

Hamburger gewährt Beihilfe auch für die GKV

Hamburg hat den Anfang gemacht, Thüringen und Bremen ziehen nach und Berlin überlegt noch. Bislang müssen Beamte und Referendare die Beiträge der GKV alleine tragen.

Der Dienstherr gewährt die Beihilfe nur für Krankheitskosten. Das hat sich in Hamburg geändert.

Auch in Bremen und Thüringen werden Beamte und Referendare die Beihilfe in Form eines Zuschusses auch zur GKV erhalten.

 

Wahlfreiheit zwischen PKV und GKV mit Risiken

Als angehender Lehrer im Referendariat in Hamburg, Bremen oder Thüringen sollte die Entscheidung für die GKV gut überlegt sein.

Mit einem Wechsel des Wohnortes in ein Bundesland ohne GKV Zuschuss für Beamte, muss der KV Beitrag wieder komplett gezahlt werden.

Dann ist auch ein Wechsel in die PKV nicht mehr ohne Gesundheitsprüfung und eventuellen Zuschlägen möglich.

Wer sich nach der Verbeamtung für die PKV entscheidet, wird unabhängig von bestehenden Vorerkrankungen günstig versichert.

 

Gesetzliche oder Private Krankenversicherung für Referendare und Lehrer?

Mit dem Zuschuss auf den GKV Beitrag sinken die Kosten für gesetzlich versicherte Beamte. Aktuell beträgt der KV Höchstbeitrag 662,48 EUR und der durchschnittliche Zusatzbeitrag 40,84 EUR im Monat.

Bei einem Zuschuss über die Beihilfe von 50 Prozent ergibt das einen maximalen Krankenkassenbeitrag von 351,66 EUR pro Monat.

In der privaten Krankenkasse werden die Beihilfetarife nicht nach dem Einkommen berechnet. Das Alter und die gewünschten Leistungen sind massgeblich.

Höhe der Beihilfe für Referendare Lehrer und Angehörige

In der Regel beträgt die Beihilfe 50 Prozent der Krankheitskosten. Auch Ehepartner und Kinder haben Anspruch auf die Beihilfe. Kinder sogar in Höhe von 80 Prozent.

So können Beamte ihre Ehegatten und die Kinder günstig in der privat mitversichern.

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten die kostenlose Absicherung der Familienangehörigen ohne eigenes Einkommen in der Familienversicherung an. Hier können sie Ehepartner und Kinder kostenlos gesetzlich versichern.

Beziehen die Angehörigen ein eigenes Einkommen, können sie nicht mehr kostenlos mitversichert werden.

1 Kommentar

  1. Die Versicherung von Beamten im Referendariat ist ein sehr wichtiges und umfangreiches Thema. Natürlich sollte hier die pauschale Beihilfe berücksichtigt werden, da offensichtlich immer mehr Länder dazu übergehen diese anzubieten. Auch in Brandenburg liegt ein entsprechender Gesetzesentwurf vor.
    Allerdings sollte bei dem Kostenvergleich auch noch die Pflegepflichtversicherung einbezogen werden. Hier ergibt sich wieder ein erheblicher Vorteil zugunsten der privaten Krankenversicherung für Beamte.
    Viel entscheidender sind aber natürlich die versicherten Leistungen. Eine gute private Krankenversicherung ist deshalb aus meiner Sicht für einen Beamten immer die bessere Wahl. Um dieselbe Versorgung zu erreichen, müssten fairerweise zur gesetzlichen Krankenkasse noch entsprechende Zusatzversicherungen abgeschlossen werden. Auch diese kosten natürlich einen entsprechenden Beitrag.
    Weiterhin sollten angehende Beamte auch über das Thema Dienstunfähigkeitsversicherung nachdenken.
    Alles in allem ergibt sich also ein sehr hoher Beratungsbedarf.

    Kommentar von Dirk Gärtner — 6. Mai 2019 @ 18:22

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