Unwetterschäden an Autos und Häusern bisher bei 1,3 Milliarden Euro

Unwetter haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Versicherungsschäden in Höhe von 1,3 Milliarden Euro an Wohnhäusern und Fahrzeugen angerichtet. „Gerade in Süddeutschland hatten Hagelkörner für viele Blechbeulen und Glasbruch gesorgt“, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Montag mit.


Die Versicherer rechnen für das gesamte Jahr 2019 „mit einem normalen Schadenjahr“. Auch von Januar bis Juni 2018 hatte die Summe bei 1,3 Milliarden Euro gelegen.

Autos besonders betroffen

Autos hätten in diesem Jahr etwas stärker als sonst unter den sogenannten Naturgefahrenschäden gelitten: Die bisherige Schadensumme liege mit 550 Millionen Euro zehn Prozent über dem langjährigen Mittelwert. Dafür seien auch zahlreiche Hagelschäden an Autos im süddeutschen Raum verantwortlich.

„Die Unwetterserie und der Hagel an Pfingsten haben erneut gezeigt: Einige wenige Ereignisse können in kurzer Zeit hohen Schaden anrichten“, sagte Bernhard Gause vom GDV.

Auch HDI ist über Entwicklung besorgt

Der Klimawandel macht sich nach Ansicht des Chefs der HDI-Versicherung, Christoph Wetzel, anhand wachsender Schäden durch extreme Wetterlagen bemerkbar.

„Die Zahl der Schäden nimmt zu und die Schadenshöhe nimmt ebenfalls zu“, sagte Wetzel im Interview der „Neuen Presse“ (Samstag) in Hannover. „Neu ist auch, dass die verschiedenen Wetterphänomene jetzt offenbar mehr übers ganze Jahr verteilt sind, wie Starkregen im Sommer.“

Wer schuld am Klimawandel ist, spielt keine Rolle

Neben Starkregen und Überschwemmungen nannte der 55-Jährige Tornados als Beispiel: „Bis vor 20 Jahren kannten wir das in Mitteleuropa und Deutschland gar nicht.“ Ob der Klimawandel menschengemacht sei, spiele für die Versicherung dabei keine Rolle.

„Die Klimaveränderung existiert jedenfalls und wir müssen damit umgehen“, sagte Wetzel. (dpa/AFX)

Foto: Shutterstock

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