26. August 2019, 07:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Unwetterschäden an Autos und Häusern bisher bei 1,3 Milliarden Euro

Unwetter haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Versicherungsschäden in Höhe von 1,3 Milliarden Euro an Wohnhäusern und Fahrzeugen angerichtet. “Gerade in Süddeutschland hatten Hagelkörner für viele Blechbeulen und Glasbruch gesorgt”, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Montag mit.

Haus-blitz-unwetter-versicherung-shutterstock 163764296 in Unwetterschäden an Autos und Häusern bisher bei 1,3 Milliarden Euro
Die Versicherer rechnen für das gesamte Jahr 2019 “mit einem normalen Schadenjahr”. Auch von Januar bis Juni 2018 hatte die Summe bei 1,3 Milliarden Euro gelegen.

Autos besonders betroffen

Autos hätten in diesem Jahr etwas stärker als sonst unter den sogenannten Naturgefahrenschäden gelitten: Die bisherige Schadensumme liege mit 550 Millionen Euro zehn Prozent über dem langjährigen Mittelwert. Dafür seien auch zahlreiche Hagelschäden an Autos im süddeutschen Raum verantwortlich.

“Die Unwetterserie und der Hagel an Pfingsten haben erneut gezeigt: Einige wenige Ereignisse können in kurzer Zeit hohen Schaden anrichten”, sagte Bernhard Gause vom GDV.

Auch HDI ist über Entwicklung besorgt

Der Klimawandel macht sich nach Ansicht des Chefs der HDI-Versicherung, Christoph Wetzel, anhand wachsender Schäden durch extreme Wetterlagen bemerkbar.

“Die Zahl der Schäden nimmt zu und die Schadenshöhe nimmt ebenfalls zu”, sagte Wetzel im Interview der “Neuen Presse” (Samstag) in Hannover. “Neu ist auch, dass die verschiedenen Wetterphänomene jetzt offenbar mehr übers ganze Jahr verteilt sind, wie Starkregen im Sommer.”

Wer schuld am Klimawandel ist, spielt keine Rolle

Neben Starkregen und Überschwemmungen nannte der 55-Jährige Tornados als Beispiel: “Bis vor 20 Jahren kannten wir das in Mitteleuropa und Deutschland gar nicht.” Ob der Klimawandel menschengemacht sei, spiele für die Versicherung dabei keine Rolle.

“Die Klimaveränderung existiert jedenfalls und wir müssen damit umgehen”, sagte Wetzel. (dpa/AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

LV1871: Grundrente löst Problem der Altersarmut nicht

Nach monatelangem Streit hat das Bundeskabinett heute die Grundrente beschlossen. Rund 1,3 Millionen Bundesbürger mit kleinen Renten sollen ab 2021 einen Aufschlag auf ihre Rente erhalten. Doch: Die Grundrente löst das Problem der Altersarmut nicht nachhaltig.

mehr ...

Immobilien

Mehrheit der Deutschen findet: Es wird zu wenig gebaut

Mehr als zwei Drittel der Deutschen (71 Prozent) finden, dass zu wenig Wohnraum geschaffen wird. Als größte Hindernisse sehen sie neben zu hohen Baukosten, einem Mangel an Bauland und zu strengen Bauvorschriften fehlende staatliche Anreize und einen Fachkräftemangel im Handwerk. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Teilnehmern hervor, die Statista im Auftrag von Interhyp durchgeführt hat.

mehr ...

Investmentfonds

Check24: Banker nehmen die höchsten Kredite auf

Wer in der Finanz- und Versicherungsbranche arbeitet, leiht sich im Schnitt am meisten Geld. Banker und Versicherungskaufleute nehmen durchschnittlich Kredite in Höhe von 15.434 Euro auf. Das sind 25 Prozent mehr als in der letztplatzierten Branche.

mehr ...

Berater

Einkommen: Akademiker überholen Menschen mit Ausbildung spät

Ein Studium hat sich laut einer neuen Studie gegenüber einer Ausbildung finanziell erst mit Mitte 30 gelohnt. Bis zu einem Alter von 35 verdienten Menschen mit Ausbildung in ihrem bisherigen Arbeitsleben insgesamt durchschnittlich mehr als Akademiker.

mehr ...

Sachwertanlagen

Medienbericht: P&R-Gründer Heinz Roth verstorben

Heinz Roth, der Gründer des insolventen Containeranbieters P&R, ist einem Bericht zufolge schon Mitte Dezember letzten Jahres im Alter von 77 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. 

mehr ...

Recht

BGH: Händler haftet nicht für Kundenbewertungen auf Amazon

Ein Händler haftet grundsätzlich nicht für Kunden-Bewertungen auf Amazon. Dies entschied am Donnerstag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Damit unterlag in letzter Instanz der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW), der erreichen wollte, dass Bewertungen zu einem Tape gelöscht werden.

mehr ...